Übernachten im Freien: Tipps und Tricks für Outdoor-Fans

Zeit an der frischen Luft zu verbringen und dabei aktiv zu sein, ist das Schönste für jeden Outdoor-Fan. Mehrtagestouren sind der neue Trend unter allen Wanderern, die eine neue Herausforderung suchen und der Natur nahe sein wollen - auch nachts. Unter freiem Himmel zu schlafen wird immer beliebter und einfacher. Denn nicht nur die Ausstattung für ein gemütliches Open-Air-Bett wird immer komfortabler und günstiger, auch die Angebote rund um geführte Touren wachsen von Jahr zu Jahr.

Doch worauf sollten Wander-Fans bei der Planung einer Übernachtungstour achten? Was sollte in jedem Fall eingepackt werden und welche Ausstattung ist nötig, um die Nacht im Freien so richtig genießen zu können? All diese Fragen sollen in diesem Ratgeber beantwortet werden, damit das Ferien- oder Wochenendhighlight unter freiem Himmel zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.

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Eine Wanderung mit Outdoor-Übernachtung sollte gut geplant werden. Vor allem das Wetter ist ein sehr wichtiger Faktor.

Wetterfeste Kleidung ist Pflicht

Ein tolles Outdoor- und Wandererlebnis steht und fällt mit der richtigen Kleidung. Geeignete Schnitte und Materialien können enorm hilfreich sein, selbst anstrengende Touren gut zu überstehen - auch wenn sich Wind, Wetter, Sonne und Regen abwechseln.

Hinzu kommt, dass bei einer Übernachtung im Freien mit enormen Temperaturschwankungen gerechnet werden muss. Während es tagsüber sonnig und warm ist, kann es nachts richtig kalt werden. Doch auch zunehmender Wind oder Regenschauer sollten eingeplant werden.

Liste an funktionaler Kleidung, die auf keiner Mehrtagestour fehlen sollte:

  • Bequeme, atmungsaktive Bekleidung: Bequeme und atmungsaktive Outdoor-Bekleidung ist ein absolutes Muss auf jedem Mehrtagestrip.
  • Sport-Unterwäsche / Ski-Unterwäsche: Je nach Jahreszeit kann auch Sport-Unterwäsche (Sport- bzw. Wandersocken für Herren und Damen, ein Sport-BH für Damen sowie ein Sport-Unterhemd für Herren) für zusätzlichen Komfort sorgen. An kalten Tagen ist es empfehlenswert, auch Ski-Unterwäsche anzuziehen beziehungsweise mitzunehmen à Ski-Unterwäsche ist auch die ideale Bekleidung für kühle Nächte und kann auch mit einem Pullover oder einer zusätzlichen Hose kombiniert werden. Für einen besseren Schlafkomfort sorgt ein Paar dicke Kuschelsocken, die nachts statt der durchgeschwitzten Sportsocken zum Einsatz kommen.
  • Multifunktionale Kleidung: An warmen Tagen sind luftige, lange Trekkinghosen empfehlenswert, die dank eines Reißverschlusses zu einer Shorts gekürzt werden können.
  • Regenjacke: Eine atmungsaktive Regenjacke ist das A und O auf jeder Wanderung. Sollte es stürmisch und kalt werden, empfiehlt sich auch eine passende, atmungsaktive Regenhose.
  • Ordentliche Wanderstiefel: Gute und passende Wanderstiefel sind die Voraussetzung für eine anspruchsvolle beziehungsweise längere Wanderung. Wer seine Wanderstiefel neu gekauft hat, sollte diese immer gründlich einlaufen, um später böse Überraschungen, Blasen und Schmerzen vermeiden zu können.

Tipp: Trotz dessen sollten Blasenpflaster, Desinfektionsspray und eine Wundsalbe in keiner „Wander-Apotheke“ fehlen.

Zelt, Schlafsack und Co.

Je nach Wetterlage und Angebot gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, im Freien zu schlafen.

Bei gutem Wetter:

  • In einer Hängematte schlafen
  • Auf einer Isomatte schlafen
  • In einer offenen „Strandmuschel“ schlafen, die vor Wind schützt

Bei schlechtem Wetter:

  • In einem Zelt schlafen
  • Eine Unterkunft mieten (kein besonderes Outdoor-Erlebnis)

Voraussetzung für eine gelungene Wanderung mit Freilicht-Übernachtung ist selbstverständlich gutes Wetter. Ein zuverlässiger Wetterbericht sowie Guide können hilfreich sein, um die unbekannte Natur besser einschätzen zu können.

Doch wie kann man sich auf seine Übernachtung vorbereiten, wenn man ohne Tour-Guide wandern geht? Welche Ausstattung sollte nicht fehlen, damit das Natur-Erlebnis zu einem echten Highlight wird?

  • Ein ordentlicher Schlafsack: Wer draußen übernachten möchte, benötigt einen guten Schlafsack. Dünne Schlafsäcke vom Discounter reichen hier oftmals nicht aus. Je nach Jahreszeit und Temperatur sollte ein passender Schlafsack ausgewählt werden. In Outdoor-Geschäften und im Internet finden Wander- und Campingfreunde eine riesige Auswahl an hochwertigen Schlafsäcken, die sogar für Temperaturen bis zu -30 °Celsius geeignet sind. Es ist also wichtig, sich um die nächtlichen Temperaturen am Ort seiner Wahl zu informieren, um den passenden Schlafsack wählen zu können.
  • Eine gemütliche Matratze: Eine Matratze ist natürlich kein Muss, steigert den Schlafkomfort jedoch um ein Vielfaches. Heutzutage gibt es eine große Auswahl an selbstaufblasenden Luftmatratzen, die platzsparend zusammengefaltet werden können. Beim Aufschlagen des Nachlagers wird dann einfach ein Ventil aufgedreht und die „Luma“ pustet sich ganz von allein auf. Ein großer Pluspunkt: Moderne, selbstaufblasende Luftmatratzen haben in zusammengefalteter Form die gleiche Größe wie eine Isomatte, sind jedoch um einiges gemütlicher.
  • Ein gutes Zelt / Hängematte: Wer nicht direkt auf dem Boden schlafen will und sich vor Tieren schützen möchte, kann zu einem Zelt oder einer Hängematte greifen. Da es auch darum geht, dass alle Schlafutensilien auch getragen werden müssen heißt es: Umso kleiner, leichter und platzsparender, umso besser.

Tipp: Wer in einer Hängematte übernachten möchte, sollte (außer im Winter) ein Moskitonetz nutzen, um sich vor Stechmücken und anderen Kleintieren zu schützen.

Weitere hilfreiche Optionen

Es gibt natürlich noch viele weitere Utensilien, die bei einer Wanderung mit Übernachtung nicht fehlen sollten. Neben einer Ersten-Hilfe-Tasche, einem Notfall-Telefon, Sonnencreme und einem bequemen Wanderrucksack gibt es einige Dinge, die man nicht vergessen sollte:

  • Ausreichens Wasser und Verpflegung
  • Eine kleine Kulturtasche mit Zahnbürste, Zahnpasta
  • Toilettenpapier und Feuchttücher
  • Anti-Mücken-Lotion

Zudem sollte im Outdoor-Geschäft Folgendes bestellt oder gekauft werden:

  • Eine Stirnlampe: Stirnlampen sind enorm praktisch. Statt eine Taschenlampe tragen zu müssen, folgt die Lichtquelle dem eigenen Blick und ermöglicht, dass stets beide Hände benutzt werden können - perfekt zum Essen, zum Aufbauen des Zeltes und für die Buschtoilette im Dunkeln. Unter vergleich.org/stirnlampe/ lassen sich verschiedene Modelle genauer in Augenschein nehmen.
  • Ein Taschenmesser: Ein Taschenmesser hilft beim Zubereiten von Mahlzeiten, kann aber auch in anderen Situationen sehr hilfreich sein.
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Mit der richtigen Ausstattung wird jeder Wandertour zu einem tollen Erlebnis.

Fazit

Eine mehrtägige Wandertour mit Übernachtung im Freien ist ein tolles Erlebnis für Wander- und Outdoor-Fans. Wichtig ist jedoch, dass das Abenteuer nicht unüberlegt angetreten wird, da es einige Dinge zu beachten gibt. Neben einer passenden Kleidung ist eine gute Ausrüstung selbstverständlich, mit der der Trip zu einem unvergesslichen Natur-Erlebnis wird. Wichtige Informationen über das Wetter, die Umgebung und wilde Tiere sind immer vorher einzuholen, eventuell sollte (bei wenig Erfahrung) ein Guide hinzugezogen werden.

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