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Hochofenmuseum

Hochofenmuseum Bundschuh

Bergbau und Verhüttung

Schon im Mittelalter und dann bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde im Schönfeld Eisenerz abgebaut und in Bundschuh verhüttet. Die Hochofenanlage in Bundschuh ist ein Wirtschaftsdenkmal aus dem industriellen Bereich und eine montanhistorische Besonderheit.

Der Hochofen der Franzenhütte stand bis 1885 in Betrieb und wurde im Jahre 1974 restauriert. Eine technische Besonderheit ist derWinderhitzer schottischer Konstruktion, der dem Vorwärmen der Gebläseluft diente und heute das wohl einzige "in situ" erhaltene Gerät seiner Art in Europa ist. Das zu Roheisen geschmolzene Erz wurde dann im Hammerwerk Mauterndorf zu Nägeln, Draht und Formstahl weiterverarbeitet. Im Jahre 1885 musste der Schmelzbetrieb eingestellt werden, da die Wirtschaftlichkeit nicht mehr gegeben war.

Das 1984 eröffnete Museum beherbergt interessante Gerätschaften wie Knappengezähe (Werkzeug), Stollenfundstücke, eine Bergschmiede, Schlitten für den Erz- und Kohlebetrieb, Lungauer Mineralien, Bundschuher Roheisen und vieles andere mehr. Der Besucher erhält einen Einblick in die Arbeitswelt der Bergleute um 1860. Mit Röstöfen, Teilen des Kohlenbarrens, Gebläsehaus, Hochofen, Gewerken, Personalhaus und dem Kalkofen ist es ein weitgehend vollständiges Industrie-Ensemble und steht unter Denkmalschutz.

Von der Dr.-Josef-Mehrl-Hütte im Schönfeld führt eine Knappenwanderung in etwa 2 Stunden zu den Bergbauanlagen des ehemaligen Eisenerzbergbaus.

 

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