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Passeggerhof - Schloss Mossham

Vom Passeggerhof zum Schloss Moosham

Vom Passeggerhof über den Mitterberg zum Schloss Moosham

Etwas Ausdauer ist schon erforderlich, will man die etwa fünfstündige Wanderung vom Passeggerhof über den Mitterberg zum Schloss Moosham unternehmen. Sie führt uns oberhalb vom Murtal ständig bergauf und bergab, vorbei an einsamen Bauernhöfen, durch Wälder, über Wiesen und Weiden.

Von der Bushaltestelle Pension Passeggerhof - sie liegt westlich von Tamsweg Richtung Mauterndorf - folgen wir zuerst wenige Minuten dem grünen Wegweiser zum Waldgasthof Passegger. Dann wandern wir über Wiesen, vorbei an zwei schönen Bergahornbäumen. Bald führt uns ein Karrenweg in vereinzelt mit Lärchen bestandenen Fichtenwald, hinauf auf den Mitterberg. Am moosbedeckten Waldboden wachsen Heidelbeere, Preiselbeere und Sauerklee. Sogar die Rostrote Alpenrose treffen wir hier in wenigen Exemplaren!

Botanisch gesehen zählt der Fichtenwald in den Tallagen des Lungaus zu den natürlichen „Fichtenwäldern der Inneralpen". Bis zur Jausenstation Frimlhof müssen wir uns an der guten gelb-weißen Markierung sowie den Wegweisern „Moosham" und „Frimlhof orientieren. Nach etwa einer dreiviertel Stunde verflacht das Gelände. Der Pfad folgt einer steilen Hangschulter und unter uns öffnen sich die Wiesen des Murtales mit dem gehölzgesäumten Fluss und der Straße. Auf der anderen Talseite erhebt sich der 1779 m hohe, bewaldete Schwarzenberg. Sanft bergauf und bergab marschieren wir jetzt parallel zum Murtal. Kleine Felsbereiche sind vom auffälligen Tüpfelfarn bestanden. Dieser nur auf feuchten, schattigen Felsen und Mauern vorkommende Farn besitzt auf der Unterseite seiner regelmäßig tief gelappten, lederartigen Blätter relativ große, runde Sporenhäufchen, die der Vermehrung dienen. Auf alten Baumstümpfen können wir schöne Baumschwämme bewundern.

Nun lenken wir unsere Schritte durch anfangs noch locker mit Fichten und Lärchen bestandenes Almgelände, vorbei an weißberindeten Hängebirken, Grauerlen und einer knorrigen alten Stieleiche. Im Tal erkennen wir - bei einer Murschleife - die Häuser von Neggerndorf und bald auch den Ort Unternberg. Oberhalb eines Bauernhofes führt der Weg kurz durch Fichtenwald, dann weiter über Viehweiden und schließlich wieder durch Wald. Zuletzt geht es, vorbei an mehreren Rastbänken, wieder über offenes Gelände, und nach insgesamt etwa 2 1/2 Stunden stehen wir beim Gasthof Frimlhof. Hier könnte man über eine Teerstraße oder den Kühbarn-Steig bzw. Stierhalteweg nach Unternberg absteigen. Als „Bauernherbst-Ort" bietet Unternberg besonders von August bis Oktober das Erleben alten Handwerks und Brauchtums, Delikatessen ab Hof und in den Gasthöfen Lungauer Hausmannskost. Auch mehrere Samson-Umzüge finden jährlich im Ort statt.

Wollen wir noch etwa 2 1/2 Stunden nach Moosham weiterwandern, so folgen wir der gelb-weiß markierten Schotterstraße, die uns - in Serpentinen ansteigend - in etwa 15 Minuten bis zu einer umzäunten Kapelle bringt. In der schönen Marien-Andachtsstätte steht die Muttergottesfigur mit ihrem Kind in einer Steinnische. Nun bringt uns der Weg fast eben weiter durch Wald- Lind Weidegelände. Hang abwärts gedeihen an feuchten Stellen totholzreiche Grauerlenwäldchen. Bei unserer Wanderung entdecken wir immer wieder uralte Baumgestalten: War es kurz vor der Kapelle etwa eine bizarr verzweigte Hängebirke, so ist es jetzt eine mächtige Fichte.

Richtung Moosham leitet uns eine rotweiße Markierung vorbei an der Wanderstempelstelle „Mitterberg Kreil" kurz vor dem halbverfallenen Kreilhof. Hier führt der Weg auf die Mitterberghöhe hinauf. Die Abzweigung nach Mauterndorf, Steindorf und Mariapfarr lassen wir rechts liegen und beginnen unseren Abstieg. Nach etwa 2 Stunden ab Frimlhof tauchen unter uns die Dächer der mächtigen Burganlage von Moosham auf. Diese thront einsam auf einem Vorhügel des Mitterberges. Wir steigen zum Schloss ab und kehren schließlich mit dem Bus zurück.

Quelle: LUNGAU - Wandern und Natur erleben, Ferienregion Lungau

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