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Laßhoferhütte-Breite Scharte

Laßhoferhütte-Breite Scharte

Von der Laßhoferhütte auf die Breite Scharte

Der Lungauer- und der Steirische Klafferkessel mit ihren vielen klaren Bergseen zählen wohl zu den schönsten und bekanntesten Wanderzielen in den Niederen Tauern. Der Steirische, auf der dem Lungau abgewandten Seite des Tauernkammes, oberhalb von Schladming im Ennstal, wird auch das Herz der Schladminger Tauern genannt.

Startpunkt: Laßhoferhütte im Lessachtal
Ankunftspunkt: Breite Scharte
Wegnummer:
Schwierigkeitsgrad: mittel

Höhenunterschied: 1000 m
Wegbeschaffenheit: Schotter, Wald, Almboden, Fels/Geröll
Ausrüstung: Bergausrüstung und Verpflegung

Begehbar in folgenden Monaten: Mai, Juni, Juli, August, September

Wir beginnen unsere Wanderung bei der Jausenstation Laßhoferhütte im Lessachtal, die wir entweder zu Fuß über eine Mautstraße mit dem eigenen Auto, oder mit dem Tälerbus von Tamsweg (von Lessach weiter nach Voranmeldung und ab zwei Personen unter Tel. 06484-209 mit dem elektrobetriebenen Sonnybus) erreichen. Eine Forststraße führt uns entlang des Lessachbaches, der weite Schleifen durch das Trogtal zieht. Im Moosboden des Fichtenwaldes wächst eine nur 15 cm hohe Besonderheit, das Einblütige Wintergrün. Diese Pflanze besitzt, wie der Name schon sagt, eine einzige, auffällige, etwa 2 cm große, weiße, leicht nickende Blüte. Rechterhand mündet der von den gleichnamigen Seen kommende Landschitzbach.

Auf unserer Schotterstraße wandern wir sanft bergan Richtung Hinteralmen, die im Talkessel am Ende des Lessachtales liegen. Neben dem Weg entspringen kleine Quellen, deren Wasser sich romantisch durch den lichten, unterwuchsreichen Nadelwald schlängeln und bald in den Lessachbach münden. Direkt vor uns erheben sich die Gipfel der Pöllerhöhe und des Großen Gangl. Wir passieren zwei Almhütten der Unteren Gamsen-Alm und queren auf einer Holzbrücke den Zwerfenbergbach mit seinem breiten Schotterbett.

Hier zweigt - nach etwa 45 Minuten Gehzeit - rechts unser Steig Richtung Klafferkessel ab. Der Weg geradeaus weiter, würde uns zu den Hütten der Hinteralm bringen, von wo aus der Pfad zum kleinen Gralatisee emporsteigt. Auf einer uralten Lärche findet sich bald ein Wegweiser. Durch Lärchen-Fichtenwald steigen wir vorerst sanft bergan. Kurz öffnet sich hinter uns der Blick in den Kessel am Ende des Lessachtales vor dem Hintergrund des Hochgollings. Der 2863 m hohe Berg steht hier mit seinen felsigen Flanken alleine und mächtig über dem Tal. Der Wald wird jetzt niederwüchsiger und verzahnt sich zusehends mit Latschen, Grünerlen und wacholderbestandenen Weidebereichen, vorbei an einem kleinen Wasserfall des Zwerfenbergbaches, der rechts unter uns rauscht, zieht der Pfad in kleinen Serpentinen zügig bergan. Rechts in einer Felsschlucht können wir die Fontänen eines weiteren Wasserfalls sehen, die zusammen mit dem lauten Rauschen des Wassers, die Schönheit und auch die Gewalt des Falles erahnen lassen.

Wenige Meter ist unser Pfad über Felsplatten mit einem Seil gesichert, die Stelle ist aber unschwer zu bewältigen. Jetzt betreten wir eine Hochebene, die uns sanft bergan bis unterhalb der Breiten Scharte bringen wird. Zwergstrauchheide und Magerweide bedecken mosaikartig das Hochtal. Nach insgesamt etwa 2 Stunden Marsch gelangen wir zur Oberen Gamsenalm. Hinter der Alm können wir uns bei einem Holzbrunnen laben. Immer wieder erfreut uns der Zwerfenbergbach mit Wasserfällen, Kaskaden und Tümpeln. Nach einer kleinen Geländestufe, deren viele es hier im Hochtal gibt, wandern wir an der verfallenen Zwerfenbergalm vorbei. Die Natur erobert hier die alten, steinernen Grundmauern zurück, der Hüttenboden ist bereits wieder mit Gras bewachsen. Schließlich erfüllt eine breite, in mehrere Arme geteilte Bachlandschaft, den Großteil des Hochtales.

Am linken Talbereich entlang wandernd, erreichen wir den Zwerfenberg-See im Lungauer Klafferkessel. Wenn wir Glück haben, spiegeln sich nun die umliegenden Gipfel im Wasser des herrlichen Bergsees, an dessen linkem Ufer wir jetzt weiterwandern. Vor uns erhebt sich das schroffe, 2702 m hohe Waldhorn, auf seiner linken Schulter sehen wir das Waldhorntörl. Noch ein Stück weiter links liegt die Breite Scharte, auf die wir zugehen. Bald lassen wir das Gewässer hinter uns und über Blockhalden und durch Magerweiden geht es in einer halben Stunde zum Angersee.

Jetzt zweigt links der Weg über eine Grobblockhalde zur Breiten Scharte ab. Hier sollten wir genau auf die Markierung achten. Nach insgesamt etwa 4 Stunden Gehzeit, belohnt der Blick in den Steirischen Klafferkessel die Mühe. Direkt unter uns breiten sich drei seiner vielen Seen aus: der große Obere Klaffersee und dahinter zwei kleinere Seen. In der Ferne können wir die Dachsteinsüdwand und links davon die Bischofsmütze erkennen. Sportliche Bergwanderer könnten von der Breiten Scharte durch den Klafferkessel zum Riesachsee absteigen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln über Schladming und Radstadt ins Lungau zurückkehren. Wer möchte, kann am Rückweg noch einen Abstecher zum Waldhorntörl unternehmen, das vom Angersee in etwa 15 Minuten erreichbar ist. Von dort oben lassen sich der Kapuzinersee und ein weiterer kleiner Bergsee bewundern!


Quelle: LUNGAU - Wandern und Natur erleben, Ferienregion Lungau

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