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Ulnhütte-Hinterweißpriach

Von der Ulnhütte hinunter nach Hinterweißpriach

Von der Ulnalm im Weißpriachtal nördlich von Mauterndorf, die wir von Weißpriach aus mit dem Tälerbus erreichen können, spazieren wir vorerst auf dem Fahrweg talauswärts. Fast eben in einem Hochtal geht es über weite Almwiesen dem Weißpriachbach entlang, an den Hängen Fichten-Lärchen-Wald, linker Hand leuchten Grashänge mit Felspartien. Vorbei an romantischen Almhütten, schönen alten Zäunen, urigen Holzbrücken und einladenden Rastbänkchen wandern wir zur Unteren Stockeralm, an der die öffentliche Fahrstraße endet.

Hier beginnen wunderschöne Feuchtgebiete in einem ganz naturbelassenen Bachtal. Unser Auge gleitet über totholzreiche Bachauen, moorige Gräben, da und dort riesige Felsbrocken und einmal über wildes Blockwerk in schluchtartigem Bett mit dicht mit Moos überzogenen Felsen. An solchen Bächen lebt die oberseits fast ganz schwarze, unterseits weißliche Wasserspitzmaus, die den Grund von stehenden und fließenden Gewässern nach Nahrung absucht. Die Uferzone muss jedoch ausreichend Sichtschutz bieten. Das Tierchen kann bis zu 23 Sekunden lang tauchen! Ein besonderes Kleinod ist die unberührte Lonka (Lonka ist eine andere Bezeichnung für den Weißpriachbach), die sich von der Unteren Abraham-Hütte bis zur Lahnbrücke schlängelt. Sie wurde vom Land Salzburg als „Geschützter Landschaftsteil" ausgewiesen. Eine Tafel weist uns auf dieses Schutzgebiet „Lonka beim Lahntörl" hin. Vom Weg stets gut einsehbar fließt das kristallklare Wasser, gesäumt von Schotterbänken, ruhig in zahllosen Windungen durch Auwäldchen dahin.

 

Später zweigen wir nach links auf einen romantischen, von Rastbänken gesäumten Pfad ab, der uns an den Wassern entlang führt. Auf unserem Steiglein wandern wir gemächlich bergab, vorbei an Wasserfällen, die über steile Felswände herabschießen und über große Schuttkegel. Wir folgen dem Bach, der einmal durch felsige Rinnen schnell hindurchschießt und dann über Sand- und Schotterbänke ruhig dahinfließt, durch wilde, urtümliche Überschwemmungsgebiete, in denen der Auwald tief im Schutt des von den Bergflanken herabdonnernden Wassers versunken ist. Hier stehen viele Bäume im Wasser und zahlreiche neue Bacharme haben sich ihren Weg durch die Erlenauwäldchen gesucht. Bald erreichen wir die urige, gastliche Dicktlerhütte, von der uns die Fahrstraße bis nach Hinterweißpriach bringt.

 

Die letzten Reste der Weißpriacher Burg mit ihrer Burgkapelle, der heutigen St.Rupert-Kirche und ihrem Mesnerhaus, heute ein Gehöft, befinden sich an einem Ort, der bereits um 200 n. Chr. nachweislich besiedelt war.

 

Bei der Rückfahrt kann man zwischen Weißpriach und Fanning noch ein Naturjuwel bestaunen: die Lonkamäander.

Quelle: LUNGAU - Wandern und Natur erleben, Ferienregion Lungau

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