Stollenwanderung

Stollenwanderung

Festes Schuhwerk (Bergschuhe) und schmutzunempfindliche Hose sind unbedingt erforderlich. Die Führung erfolgt mit Helm und Schutzjacke, welche vor der Führung ausgeteilt werden. Am Beginn erfolgt ein ca. 20 minütiger Anstieg, die Stollentour ist für gebrechliche Personen nicht geeignet. Kinder unter 4 Jahren und Schwangere können an der Führung durch das Schaubergwerk nicht teilnehmen. Es besteht aber die Möglichkeit inzwischen den Spazierweg in Hopfriesen (ca. 1 Stunde) zur Wehrhofalm zu begehen, oder bei der Holdalm oder der Wehrhofalm zu warten und anschließend an der Führung durch das Nickelmuseum teilzunehmen.

Startpunkt: Hopfriesen-nahe der Bushaltestelle
Schwierigkeitsgrad: mittel

Gehzeit: 3 Stunden - 3.5 Stunden
Wegbeschaffenheit: Schotter, Wald
Ausrüstung: Festes Schuhwerk, Wanderschuhe, schmutzunempfindliche Hose

Tourenbeschreibung:

Rund 1500 Knappen waren zu Beginn des 16. Jahrhunderts in den Schladminger Bergen tätig und schürften nach Silber, Blei, Kupfer, Kobalt, Nickel und Zink. Der Bergbaurundweg Hopfriesen-Bromriesen mit dem 2004 neu eröffneten Schaubergwerk wurde durch den Österreichischen Alpenverein gestaltet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das modern gestaltete und in Mitteleuropa einzige Nickelmuseum ist seit 2004 Teil der Führung.


Führung Schaubergwerk Bromriesen und Nickelmuseum Hopfriesen:

Die Führung beginnt beim Parkplatz in Hopfriesen nahe der Bushaltestelle. Nun wandern wir etwa 20 Minuten den Berg hinauf bis zum Eingang des ehemaligen Silberbergwerkstollens. Die Besucher erhalten in der Anfahrtsstube Helm, Schutzjacke, Taschenlampen und einige Carbidlampen. In den engen Stollen sind Relikte aus der Bergbauzeit ausgestellt.

Vorbei an schönen Versatzmauern und Erzverläufen gelangen die Besucher über Leitern in die höher gelegenen Teile des Stollensystems. Die im Laufe der Jahrhunderte verwendeten Abbaumethoden, wie Feuersetzen, Meißelarbeit und Sprengarbeiten sind überall erkennbar. Ganz Mutige wählen den Weg durch den Luftschacht um auf allen Vieren beim etwas höher gelegenen Mundloch wieder ins Freie zu gelangen. Am Weg zurück zum Ausgangspunkt führt uns der Weg zur europaweit einzigen Ruine eines Nickelschmelzofens. In diese Ruine wurde ein Glasprisma als „begehbare Vitrine“ eingefügt, welche eine Ausstellung zur Nickelerzeugung und -verwendung beherbergt. Die Führung führt uns zurück zur Holdalm, einer original erhaltenen Almhütte, wo wir die Möglichkeit zu einer Einkehr haben.

Geeignet für Familien mit Kindern ab 6 Jahren!


Quelle: Wanderführer Dachstein-Tauern, Regionalverband Dachstein-Tauern

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