4. Etappe

4. Etappe des Schladminger Tauern Höhenweg

Von der Gollinghütte zur Preintalerhütte

Startpunkt: Gollinghütte
Ankunftspunkt: Preintalerhütte
Wegnummer: 702, 779, 780, 781
Schwierigkeitsgrad: mittel

Gehzeit: 6 Stunden
Wegbeschaffenheit: Schotter, Wald, Wiese, Almboden, Fels/Geröll, exponierte Stellen
Ausrüstung: Wanderschuhe

Begehbar in folgenden Monaten: Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober

Tourenbeschreibung:

Unmittelbar nach der Gollinghütte wird der Steinriesenbach überquert. In vielen großen Serpentinen führt nun der Weg Nr. 702 stets ansteigend, teilweise mit Sicherungsseilen versehen, auf den Greifenberg.

Nach langem Aufstieg, umrahmt von den Flanken der umliegenden Berge, erreichen wir in ca. 2400 m Höhe eine kleine Anhöhe. Hier öffnet sich nun unser Blickfeld nach allen Seiten. Vor uns liegt in einer kleinen Senke der Greifenbergsee und wir erblicken erstmals das Gipfelkreuz des Greifenberg (2.618 m).

Die letzten 150 bis 200 Höhenmeter führt nun der Weg über Schnee bzw. Geröll und Blocksteine zum Gipfel. Hier erwartet uns eine atemberaubende Aussicht nach allen Seiten. Vor allem hat man von hier den besten Blick in die eigentlichen Klafferkessel mit den vielen Seen und Lacken.

Vom Greifenberg führt nun ein steiler alpiner Steig teilweise mit Seilen versichert abwärts zur oberen Klafferscharte. Jahreszeitlich bedingt verläuft nun der Steig über Schnee bzw. Geröllfelder abwärts, bis ein fast ebener Boden erreicht wird, das eigentliche Herzstück, der Klafferkessel. Umrahmt von einer wilden Felsszenerie, stets leicht steigend und fallend, windet sich der Weg vorbei an unzähligen größeren und kleineren Seen und Lacken bis zur unteren Klafferscharte.

Diese arktische Seenlandschaft, ein Relikt der letzten Eiszeit mit ihren vielen kleinen und größeren Seen, hat auch für Pflanzenliebhaber eine Überraschung parat. Eine Vielzahl seltener und seltenster Moose und Flechten, eine mannigfaltige Alpenflora, wie man sie sonst nur in nördlichen Breitengraden vorfindet, prägen das Bild dieser Urlandschaft.

Von der unteren Klafferscharte führt nun der Steig in großen Schleifen abwärts zum äußeren Lämmerkar, einer lieblichen Almlandschaft. Nach dem Überqueren des Waldhornbaches folgt der Weg entlang saftig grüner Bergmatten, bis wir die Preintalerhütte erreichen.

Die Preintalerhütte bietet eine Reihe weiterer Tourenmöglichkeiten. So kann man die Tour individuell verlängern und man kann Gipfelziele, die nicht am Normalweg liegen, in die Tour einbauen.

Hochwildstelle:
Entlang des Höfersteiges bis zur Neualmscharte, weiter über die kleine Wildstelle, Seewigscharte, den NW-Grat zum Gipfel der Hochwildstelle in 2747 m. Abstieg über den Südgrat zur Wildlochscharte und ins Trattenkar, wo ein Steig wieder auf den Höhenweg 702 trifft. Hochalpine Erfahrung und Trittsicherheit von Nöten.

Höhenweg zur Planai:
Ab Preintalerhütte am Weg Nr. 779 vorbei an der Neualm unterhalb der Sonntagkarhöhe und Krahbergzinken zur Planai. Gehzeit ca. 6 Stunden. Bergstraße bzw. Seilbahn hinunter in die Bergstadt Schladming.

Hans-Wödl-Hütte:
Über die Neualmscharte Obersee am Weg Nr. 782 zur Hans-Wödl-Hütte. Gehzeit ca. 4 Stunden. Abstieg zum Steirischen Bodensee (Seewigtal). AIternativvariante über die Kaltenbachschulter ev. Aufstieg zum Höchstein Filzscharte am Weg Nr. 781 zur Hans-Wödl-Hütte.

Hauser Kaibling:
Kaltenbachschulter — Seeschartl Kaiblingalm zur Krummholzhütte (Weg Nr. 781 und 780). Seilbahn ab Hauser Kaibling hinunter nach Haus im Ennstal

Hinweis: Dies ist die Königstour in den Schladminger Tauern!

Variante:

Bei sehr guter Kondition und guter Ausdauer ist als Tagesetappe auch eine ganze Runde möglich. Die Dauer beträgt dann allerdings ca. 10 Stunden. Bei weniger guter Kondition empfehlen wir eine Hüttenübernachtung!

Einstieg: Parkplatz Riesach/Wasserfall - auf Gollinghütte weiter zu Greifenberg - Prentalerhütte - Riesachsee/Wasserfall - Ausgangspunkt

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