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Zu den Höfen Rieplern und Razen

Zu den Höfen Rieplern und Razen

"Der Kobold zu Rieplern"

Sie verlassen Ellmau westwärts und wandern auf der Austraße in Richtung Ortsteil Au.

Startpunkt: Ellmau
Ankunftspunkt: die Höfe Rieplern und Razen ca. 780 m
Schwierigkeitsgrad: leicht
Gehzeit: 1.5 Stunden
Höhenunterschied: 80 m

Beim gleichnamigen Gasthof zweigt vom Parkplatz ein asphaltierter Weg ab, der zum Fußball­platz führt. Von dort gelangt man dem Bach entlang zum Steinernen Tisch (früher Sitz eines Berganwalts).

Am Heimatmuseum und dem Gasthof Ellmauer Hof vorbei führt dann der Weg weiter zu einer Straßenunterführung und zum Ortsteil Auwald. Danach gelangt man auf einem asphaltierten Fahrweg durch Wiesen und an mehreren Bauernhöfen vorbei zu den in der Sage angeführten Höfen Rieplern und Razen. Rückweg wie Hinweg.

Sagenhaftes:

Eigentlich stammte der Kobold aus Prien am Chiemsee. Von dort gelangte er bis nach Mayrhofen im Zillertal zum Stroblbauern. Es wurde ihm nämlich erlaubt, so weit zu gehen, bis er zu einem Haus komme, aus dem man einen Toten heraustrage, ohne über der Türschwelle die drei üblichen Kreuze zu machen. Um den lästigen Plaggeist loszuwerden, ver­kaufte der Bauer aber im Jahre 1825 seinen Hof in Mayrhofen. Dafür kaufte er in Ellmau die Höfe Rieplern und Razen. Der Bauer verlud seine gesamte Habe auf drei Zweispännerfuhrwer­ke und übersiedelte damit nach Ellmau. Die dritte Fuhre war zwar die kleinste, jedoch kaum zum Vorwärtsbringen.

Der Ko­bold hielt sie nämlich immer wieder zurück. Der Geist steckte auch im neuen Heim voller Tücke. So hängte er im Stall zwei Kühe mit einer Kette zusammen und zwängte zwei Pferde in ei­nen Stand. Wenn die Weiberleute abends noch spannen, riss er ihnen das Werch herunter und steckte ihnen dafür einen Butter­knollen auf. Trieb es der Kobold gar zu bunt, dann kam der Bau­er mit einem „geweihten Palmstecken", der noch lange danach beim Auerbauern (heute Gasthaus Au) aufbewahrt wurde. Vor diesem Stecken hatte der Kobold heillosen Respekt. Jahrelang trieb der Riepler Geist sein Unwesen. Man versuchte den Geist zu bannen. Bei der vorgenommenen Beschwörung durch den Ellmauer Vikar und dessen Kooperator meinte der Kobold: „Du bist selbst nicht rein genug und der andere ist mir zu jung.“ Da­mit scheiterte der erste Versuch.

Endlich hatten zwei Kapuzinerpater mit einem wirksamen Beschwörungsversuch Erfolg. Damit verbunden war die Verban­nung des Kobolds auf den Treffauer hinauf. Vorher prophezeite der Kobold noch, dass er nach dem dritten Hofinhaber wieder zu­rück kommen werde, wenn er bis dahin nicht erlöst sein würde.

Quelle: „Wandern zu Sagen und Mythen im Wilden Kaiser“ von Herbert Jenewein (Tyrolia-Verlag)

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      Dorf 35 // 6352 Ellmau

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