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Ellmauer Tor

Ellmauer Tor 1.997 m

Der verbannte Marcherbauer auf dem großen Ellmauer Tor

Vom Ellmauer Parkplatz bei der Wochenbrunneralm (1.085 m) auf breitem Schotterweg leicht ansteigend zuerst durch einen kleinen Wald, dann über Almmatten in einer halben Stunde zur Gau­deamushütte (1.263 m).

Startpunkt: Ellmau
Ankunftspunkt: Ellmauer Tor
Schwierigkeitsgrad: mittel
Gehzeit: 5 Stunden

Nun durch Buschwerk und Lat­schen ins Kübelkar, weiter bergauf durch ein weites Lat­schenfeld bis zum "Wilden-Kaiser-Steig", der vom Baum­gartenköpfl auf 1.572 Meter Höhe (Brennender Palven), herüberzieht.

Nun links zum Jubiläumssteig, auf dem es zum Fuß der vorderen Karlsspitze und über eine drahtseilgesicherte Stufe in zwei Absätzen auf das eindrucksvolle Ellmauer Tor (1.977 m) geht. Hier ist das Ziel dieser Tour erreicht. Für den weiteren Aufstieg rechts zum Gipfel der Hinteren Goinger Halt (2.192 m) ist Schwindelfreiheit und hochalpi­ne Erfahrung erforderlich.

Abstieg wie Aufstieg

Oder für trittsichere und schwindelfreie Bergwanderer: Man steigt den gleichen Weg zurück bis zur Einmündung des Jubiläumssteiges und dann auf diesem zur Grutten­hütte - Gehzeit ca. 2 ½ Stunden.

Sagenhaftes:

Ein Bauernsohn aus Griesenau wurde im Jahr 1770 im Kitzbühler Gerichtsbezirk wegen schlechten Lebenswandels vom Richter gesucht. Er flüchtete über das Große Ellmauer Tor und kam auf die Wochenbrunneralm, die dem Marcherbauern in Ellmau gehörte. Er fragte den Senner, ob er ihm keine einheimische Bauerstochter zum Heiraten wisse; dieser sagte, er wisse nur die Tochter von seinem eigenen Bauern, die aber noch zu jung sei. Der Griesener ging zum Marcherbauern und stand da im Dienste ein. Als ein kräftiger, fleißiger Arbeiter gewann er bald des Bauern Vertrauen und als schöner, beredter Mann die Liebe der Haustochter, und so wurde bald Hochzeit gefeiert. Als nach einigen Jahren der Vater starb, übernahm der Schwiegersohn mit seinem Weibe das Marcheranwesen als Ei­gentum.

Der neue Marcherbauer war ein zwar verständiger Bauer, sodass er in Ellmau viel galt, aber wegen seiner Habgier, sei­nes Geizes und der harten Behandlung der Dienstboten, aber auch seines Weibes, war er sehr gefürchtet. Als sie einmal in hochgesegneten Umständen um Schonung bat, befahl er ihr, auf einen Kirschbaum zu steigen und Kirschen zu pflücken, da sie jetzt sonst nichts verdienen könne.

Das arme Weib, dem er doch all seinen Besitz verdankte, musste sich infolge der erlittenen Kränkung zu Bette legen und wurde noch während der Nacht von einem Mädchen entbunden. Während man das Kind zur Taufe trug, verschied die Wöchnerin. Übers Jahr heiratete der Bauer wieder, und zwar diesmal eine nach seinem Schlage, ebenso geizig und hartherzig wie er, wes­halb sie es auch zu großem Reichtum brachten. Als der Bauer seine zusammen gescharrten Schätze nirgends mehr sicher wus­ste, vergrub er sie heimlich. Nun starb aber der Geizhals jähen Todes und niemand wusste, wo er sein Geld vergraben hatte. Die Tochter vom ersten Weibe bekam das Marcheranwesen, aber der Alte geisterte im Haus derart herum, dass es niemand aushalten konnte und auch niemand mehr bleiben wollte. Es wurde deshalb ein frommer Pater ersucht, den Marcher auszusegnen und zu ver­bannen. Dieser bannte ihn hinauf auf das Große Ellmauer Tor, woher er einst gekommen war und wo er heute noch hausen soll. Vom Marcherhof aber war alles Glück gewichen, die Leute ver­armten und das Gut ging in andere Hände über.

Quelle: „Wandern zu Sagen und Mythen im Wilden Kaiser“ von Herbert Jenewein (Tyrolia-Verlag)

Weitere Informationen

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      Dorf 35 // 6352 Ellmau

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