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Kopfkraxen

Kopfkraxen 2.178 m

Der Teufel mit der Kopfkraxe und das Sonneck

Vom Parkplatz in Scheffau geht es auf einem Almweg leicht ansteigend durch Wälder und Latschen zur Steiner Hochalm (1.257 m).

Startpunkt: Scheffau 744 m
Ankunftspunkt: Kopfkraxen 2.178 m
Schwierigkeitsgrad: schwer
Gehzeit: 7.5 Stunden
Höhenunterschied: 1.260 m

Weiter über Almmatten, nun etwas steiler, an der "Veitskirche" vorbei, durch schat­tigen Buchenwald und oberhalb der Spieltachsen über ein Schuttfeld zu einer Abzweigung (ca. 1.560 m).

Von hier rechts zur Kaiser Hochalm (1.417 m). Von der Alm links aufwärts über Almböden und durch Gestrüpp zu einem Schuttfeld. Dieses nach rechts querend zum westlichen Fuß des Sonnensteins. Weiter steil bergauf zu einem mit kleinen Felsen durchsetzten Latschenfeld bis zu einem kleinen, ebenen Grasboden. Hier zweigt links der fast ebene Weg durch Latschen zum Sonnenstein ab.

Sie hal­ten sich aber rechts. Nun über einen mit Latschen durch­setzten Hang zu einem weiteren Schuttfeld. Anschließend etwas mühsam über einen steilen, mit Steinen durchsetz­ten Grashang zum Wiesberg hinauf (1.998 m, Vorsicht wegen Steinschlaggefahr!). Von dort nach rechts entlang dem Grat zur Kopfkraxen (2.178 m), dem Endpunkt der Wanderung, denn ab hier ist Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erforderlich!

Der Rückweg ist derselbe Weg wie der Anstieg.

Sagenhaftes:

Zwischen Wiesberg und Sonneck liegt eine Einsattelung, die im Norden jäh in das Gamskar abstürzt. Einmal nun kam nachts der Teufel vom Scheffauer über die Hackenköpfe mit einer riesig großen Kopfkraxe voll von Schätzen daher. Der Teufel hatte sich aber wahrscheinlich zu viel aufgeladen. Die schwere Last hatte ihn ermüdet; und er setzte sich bei dieser Einsenkung nieder, ruhte aus und schlief ein. Als er aber wieder erwachte, schien bereits die Sonne über das Sonn­eck und er sprang - lichtscheu wie er nun einmal ist -, seine schwere Kopfkraxe zurücklassend, in die Tiefe des Gamskars hinab und verschwand. Die Kopfkraxe samt den Schätzen aber versteinerte sich, und wer von Hinterstein aus auf das Sonneck will, muss über diese versteinerte Kopfkraxe (2.178 m) steigen.

Noch ein kleines Geschichtchen dazu:

Eine K-&-K-Militär-Ex­pedition begab sich zur Vermessung 1851 auf das Sonneck. Als sie zur Kopfkraxe kamen, wollten die einheimischen Träger, die mit dem Berg vertraut waren, nicht hinüber, weil auf der „Kraxe" noch eine Schneewächte lag: Der Leiter der Vermessung befahl den Leuten, vorwärts zu gehen; diese aber weigerten sich. Da wollte er mit gutem Beispiel mutig vorangehen. Als er aber in der Mitte der Kopfkraxe war, brach die Schneewächte und der Offi­zier stürzte mit ihr in die Tiefe des Gamskars, wo man seine Lei­che unter vielen Mühen barg. Er war das Opfer seines Dienstei­fers und, wie bekannt, der erste Verunglückte im Kaiser Gebirge.

Quelle: „Wandern zu Sagen und Mythen im Wilden Kaiser“ von Herbert Jenewein (Tyrolia-Verlag)

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