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DER VOLKSMUND SAGT OFT:
EINE KIRCHE WIE AUS EINEM GUSS
Die zu Maria Himmelfahrt geweihte Kirche,
im Baustil der Pustertaler Spätgotik, zeugt von einer
großzügigen Planung, Zusammenhalt der Bewohner im Tal,
günstiger Bauführung und großer Baufreudigkeit.
1503 wurde mit dem Bau begonnen, und nach
mehreren Unterbrechungen im Jahre 1527 fertig gestellt. Die Chronik
berichtet davon, dass die ganzen Bauarbeiten kein einziges
Todesopfer gefordert haben.
Später sollte diese Kirche entgotisiert und
barockisiert werden, aber die Furcht, dass das Gewölbe der
Rippen den Umbau nicht standhalten würde, rettete die Kirche
vor der Veränderung.
Wenn man durch das reich gestaltete
Hauptportal in die Kirche tritt, ist man durch die besondere
Raumwirkung sehr erstaunt. Durch die sagenhafte Planung wirkt die
Kirche um vieles größer. Aber der erste Blick fällt
sicherlich auf die gewaltige Inschrift "maria hilf
mcccccxv".
Einen Besuch ist aber sicherlich auch das
Tauferer Pfarrmuseum wert.
Schon zur Zeit der Erbauung der Kirche
und ab 1559 diente dieses Gebäude als Speicher
für den Kornzehent, der zwischen den Gerichtsherren der
Herrschaft Taufers und dem Pfarrherrn aufgeteilt wurde.
Der örtliche Dekan sammelte seit 1984 eine Auswahl von
Kunstwerken, sowie Leihgaben aus öffentlicher und privater
Hand. Das Besondere an den Schaustücken ist, dass sie keine
reinen Museumsstücke sind, sondern bei liturgischen
Handlungen zeitweilig verwendet werden.
Eine Führung durch die Pfarrkirche und das Museum
rundet den Besuch in der Tauferer Kirche sicherlich ab.
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