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AUF DEN SPUREN DES
BERGBAUES
Der Lehrpfad beginnt beim untersten Stollen des Bergwerks Prettau,
dem St.-Ignaz-Stollen, auf 1.500 Meter Meereshöhe. Der
St.-Ignaz-Stollen ist der jüngste Stollen des Bergwerks. Im
Jahre 1761 begann man mit dem Vortrieb des Stollens, vier bis sechs
Knappen arbeiteten 44 Jahre lang, bis der Stollen im Jahre 1805 auf
Erz stieß. Der Stollen ist 1.168 Meter lang.
Vom St.-Ignaz-Stollen führt der Weg hinauf
zum Mundloch des St.-Nikolaus-Stollens. Er wurde im Jahre 1611
angefahren. Die Grubengebäude am Ausgang des
St.-Nikolaus-Stollens wurden mehrere Male von Lawinen
eingedrückt. Es wurde so ein großer, aus Steinen
aufgeschichtete Schutzwall errichtet, der den Stolleneingang
schützt.
Der Lehrpfad führt an dieser imposanten Mauer vorbei und biegt
dann nach Norden ab. Dieser Teil des Weges verläuft neben
einem Wasserwaal, der einst das Grubenwasser des
St.-Christoph-Stollens außerhalb des St.-Ignaz-Stollens in die
Ahr leitete. Der Waalweg führt zum St.-Christoph-Stollen. Er
wurde im Jahre 1585 zu bauen begonnen, 1605 stieß er auf
Erz.
Vor dem Stolleneingang standen einst nicht nur die Gebäude
für das Erzscheiden und die Lagerung, sondern auch ein
Pochwerk und ein Waschwerk. Beide dienten dazu, das gute Erz vom
tauben Gestein zu trennen. Auch eine Bergschmiede stand hier.
Vom St.-Christoph-Stollen führt der Weg
hinauf zum rund 120 Meter höher gelegenen
St.-Johannes-Stollen, der ungefähr um 1550 angeschlagen wurde
und ab dem Jahre 1576 das erste Erz lieferte.
Auch der links des Weges gelegen
St.-Marx-Stollen und der rechts des Weges gelegene
St.-Sebastian-Stollen wurden den Bergwerken im Jahre 1550 zum Abbau
verliehen. 20 Jahre später förderten beide Stollen
ziemlich viel Erz.
Bei den "Jakober Stuben", das sind die
Ruinenhaften Überreste der einstigen Grubengebäude zu
sehen. Am Mundloch des St.-Jakob-Stollens beginnt der oberste
Bergwerksbereich. Der von der Endeckung des Erzvorkommens zeugt,
denn einst entdeckt man hier das Erz das an den Tag trat.
Hier liegen also die Kinderschuhe der
Bergbautätigkeit im 15. Jahrhundert.
Die wildromantisch wirkende zerklüftete
Landschaft zwischen den "Jakober Stuben" und dem
St.-Wilhelm-Stollen ist nicht natürlich entstanden, sondern
künstlich geschaffen. Sie entstand, im 18. Jahrhundert aus dem
vorher nicht abgebauten Erz, das praktisch im Tagbau zu gewinnen
war.
Der Lehrpfad endet beim Rötkreuz (2.080
m).
Quelle: www.suedtirol.info
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