DER WEG ZUM HOCHGALL IST
ZWAR SEHR SCHWER ABER SEHR AUSSICHTSREICH
Wahlweise über den Weg Nr.1 direkt von den großen
Parkplätzen in Rein, oder über den Weg Nr.8 von der Alten
Säge im Bachertal (kurzer aber sehr steil und mühsamer
Weg) zur Kasslerhütte (2.276m).
Von der Kasslerhütte zuerst über den Hardtegenweg Weg
Nr.8 flach und etwas absteigend in ca. 20 Minuten zu einem Bach, an
dem der Weg verlassen wird. Direkt an besagtem Bach führt ein
Steig über eine Rinne und immer den Steinmännchen folgend
hinauf bis zu einem Gletschersee (2.560 m).
Hier wird sofort der Ablauf des Sees überquert und über
wildes Blockgelände die sichelförmige Moräne
erreicht die im großen Linksbogen hinaufführt zu den
Ausläufern des Grauen Nöckl. Über steiler werdendes
und nicht immer übersichtliches Gelände hinauf zum grauen
Nöckl (3.080 m).
Ab dem grauen Nöckl zuerst an der rechten
Seite des Grates zu einem Drahtseil das hinunterführt zur
Scharte. Dann weiter zuerst an der rechten, später an der
linken Seite des Grates hinüber zum Gipfelgrat. Ab hier direkt
am Grat, ansonsten wo möglich links davon, über eine
steile Firnflanke hinauf.
Ab und zu sehr ausgesetzt, meistens aber an sehr festem Gestein
(II. Schwierigkeitsgrad) hinauf zum Gipfel, der äußerst
ausgesetzt über ein kleines Schärtchen betreten wird. Im
oberen Teil des Grates erleichtern einige Stahlseile den Aufstieg
in sehr plattigem Gelände (Vorsicht bei Neuschnee, Herbstreif
aber auch bei Gewittern, keine Fluchtmöglichkeit). Am Gipfel
genießt man herrliche Ausblicke über die gesamten
Zillertaler Alpen, die Rieserfernergruppe, die Hohen Tauern bis zum
Großglockner, die Dolomiten, die Ortlergruppe und Stubaier
Alpen. Zurück geht es auf dem Anstiegsweg.