Unsere heutige ca. 2,5 Stunden dauernde
Wanderung führt uns zunächst mit dem Auto von Rosenau
kommend über den Hengstpass. Wir fahren auf der
Passstraße ein ganzes Stück abwärts, an der
Karlhütte, Puglalm und Laussabauernalm vorbei und parken ein
paar hundert Meter weiter auf der linken Seite an der Peterbauer
Alm. Wir wollen auf die malerisch gelegene Schoberbauernalm
gehen - ein echter Geheimtipp auf dem Hengstpass! Ein Schild rechts
am Straßenrand markiert den Ausgangspunkt.
Wir gehen vom Parkplatz auf der gegenüber liegenden Seite nach
rechts in den Wald hinein, in Richtung Laussabauernalm. Auf einer
leicht geschotterten Forststraße kommen wir nach zehn Minuten
zur Simandl Alm. Dann geht es rechts hoch in den schattigen
Wald. Ein rauschendes Bächlein begleitet diesen angenehm zu
gehenden Waldweg und wir kommen schließlich an einen
Übergang (Holzbrücke), der zur Laussabauernalm
führt. Wir wandern geradeaus weiter, bis wir zu einer weiteren
Alm kommen, der Veitlbauer Alm. Hier haben wir einen
wunderbaren Blick auf die Hallermauern mit Kreuzmauer (2.091 m),
Hexenturm (2.172 m) und Natterriegel (2.065 m).
Der blühende Almboden breitet sich vor uns aus. Nun geht es in
Serpentinen stetig, aber gemächlich bergauf. Verschiedenste
Blumen am Wegrand wie den Alpendost, Seidelbast mit seinen giftigen
roten Beeren, den ebenfalls giftigen Fingerhut, verschiedene
Glockenblumen, Königskerzen und sogar den weißen
Alpenmohn können wir entdecken.
Nach gut eindreiviertel Stunden haben wir unseren Höchstpunkt
des Weges erreicht. Nun müssen wir uns selbst orientieren, da
kein Hinweis zu finden ist. Eine Jagdhütte ist in Sichtweite,
es ist die Rauchschoberhütte. Auf dem Boden sehen wir
auf einem Stein einen blauen Pfeil. Wir folgen ihm und kommen an
ein großes Geröllfeld. Dieses wollen wir aber nicht
abwärts gehen. Eine Forststraße folgt gegenüber, die
aber nach einiger Zeit im Wald endet. Wir suchen uns nach
Pfadfinderart den Weg querfeldein nach unten (war ganz lustig), wo
wir am Ende auf einer Forststraße und in weiterer Folge links
gehend wieder am Geröllhang raus kommen.
Tipp: Kurz vor dieser Jagdhütte führt ein kleiner Steg
links abwärts, und man kommt auf sicherem Weg ebenfalls nach
unten.
Nun ist es nicht mehr weit. Wir verlassen den Wald und wandern auf
einem leicht geschotterten Forstweg wieder bergab. Nach 15 Minuten
sehen wir schon aus der Ferne die Schoberbauernalm auf einem
Almboden liegen. Sie ist von viel Wald umgeben und wie wir
später feststellen, sind heute einige Schwammerlsucher
fündig geworden, Steinpilze und Eierschwammerl liegen in ihren
Körben. Von der Hütte aus hat man einen schönen
Blick auf die Admonter Höhe und das Gr. Maiereck (1.764 m) und
zur anderen Seite auf die Haller Mauern.
Hier lassen wir uns nieder, böse Menschen kennen keine Lieder.
Ein Grüß Gott von allen Seiten und wir fühlen uns
wohl. G´spritzen Most und a guade Sulz, das ist jetzt genau
das Richtige für uns. Einige Gäste aus Windischgarsten
sind mit einem Wanderführer hier und haben eine Menge
Spaß. Tags zuvor waren vier Musiker hier oben und haben
aufg´spielt, da wäre ich auch gerne dabei gewesen. Nach
einer guten Stunde Rast machen wir uns auf den Rückweg. Wir
überqueren den kleinen Bach nahe der Schoberbauernalm und
gehen nach rechts ein Stück durch den Wald. Wir kommen dann
auf eine Schotterstraße, die uns abwärts, am Forsthaus
Vorderzwiesel vorbei, ins Tal führt. Stets haben wir den Blick
auf die Kampermauer, bis wir wieder bei unserem Ausgangspunkt
angelangt sind.
April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober
Ausrüstung:
Wanderschuhe, Getränk
Wegbeschaffenheit:
Schotter, Wald, Wiese
Besonderheiten:
Die Rückseite der Haller Mauern ist hier zu sehen, ebenso die Kamper Mauer mit dem Klettergarten und auf der anderen Seite der Gr. Maiereck mit der Admonter Höhe. Seltene Flora, wie der Alpenmohn wächst am Wegrand.