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EINBLICKE IN DAS
BÄUERLICHE LEBEN
Das Südburgenländische Freilichtmuseum
in Bad Tatzmannsdorf liefert Einblicke in das bäuerliche
Leben zur Zeit Maria Theresias. In dem etwa 3
Hektar großen Areal finden sich Originale der
traditionellen Holzarchitektur des südlichen
Burgenlandes aus dem Mittelalter.
Auch Werkzeuge aus der damaligen Zeit
können von Familien frei besichtigt werden. Man erfährt,
was ein Kitting ist, wie eine Obstdorre funktionierte
oder wie in einem Presshaus zur Zeit Maria Theresias Wein
gewonnen wurde.
Für einen kurzweiligen Aufenthalt sorgt der angeschlossenen
Streichelzoo, in welchem Kinder Haustierrassen wie Ziegen
und Hühner in freier Natur erleben.
In der Buschenschank des Museums treffen
wir das burgenländische Lehrertrio und Herrn Ulreich vom
Heanzeninstitut, die sich zur Aufgabe gestellt haben,
Mundart und Kultur der Heanzen zu fördern. Von ihnen
erfahren wir mehr über die Heanzen, die im 11.
Jahrhundert aus Bayern kamen und sich im damaligen Westungarn
niedergelassen haben.
Über die Herkunft des Namens
„Heanzen“ gibt es viele Versionen. Die
wahrscheinlichste ist, dass die Heanzen sehr oft das Wort
„heanz“ = „jetzt“ verwenden und
daher spöttisch so genannt wurden. Das auffallendste Merkmal
dieser Mundart sind die nahezu gesungenen Vokale. „Muida
für Mutter, „Bui“ für Bub etc.
Inmitten des Areals des Freilichtmuseums mit
seinen alten, strohbedeckten, bäuerlichen Objekten wurde der
Gesundheitsgarten angelegt. Diese bieten einen reizvollen
Hintergrund und lassen eine beruhigende Stimmung aufkommen. Jeder
sollte sich die Zeit nehmen sich auf ein Bankerl zu setzen und die
eigentümliche Atmosphäre genießen.
Sie haben die Möglichkeit sich den
Gesundheitsgarten mit einer Sammlung von rund 250 verschiedenen
Heilpflanzen selbst anzusehen oder auch an einer
Führung teilzunehmen.
Anmeldung für die Führungen bei der Kurbad
Tatzmannsdorf AG,
Frau Gamperl, Tel.: +43 (0)3353/8581 7042
Das Freilichtmuseum ist ganzjährig
begehbar.
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