Unsere heutige Wanderung geht zur
Zellerhütte (1.575 m). Sie liegt zwei Stunden unterhalb des
Warschenecks und bietet dem Wanderer nicht nur eine gemütliche
Beherbergung, sondern ist auch Ausgangspunkt für Bergtouren
rund ums Warscheneck. Wir fahren mit dem Auto von Windischgarsten
kommend und biegen kurz vor der Ortschaft Vorderstoder links ab.
Hinweisschilder (Weg. Nr. 8) zum Schafferteich und Zellerhütte
lassen uns den Weg nicht verfehlen. Ausreichend schattige
Parkplätze sind am Straßenrand ca. zehn Minuten vor dem
Schafferteich vorhanden. Wir gehen vorerst in voller Sonne und mit
imposantem Blick auf den Mitterberg (1.695 m) am Mostbauer
Binderbauer vorbei, durchqueren den Hof und kommen in ein
Waldstück, das uns wieder Schatten spendet.
Von nun an geht es stets bergauf. Der Weg Nr. 201 bzw. Alpin 4 ist
sehr schön zu gehen, viel Laub, Baumwurzeln kleine und
große Steine und zum Glück jede Menge Schatten. Wir
kreuzen eine Forststraße und es geht vor der Materialseilbahn
links hinauf. Einige Bänke laden zum Pausieren ein. Das
Halbzeitbankerl erreichen wir nach etwa einer Stunde, das "Gott sei
Dank Bankerl" nach weiteren 30 Minuten. Ab und zu geben die
Bäume den Blick frei auf die Wildalm und das dahinter liegende
Tote Gebirge. Wanderer begegnen uns mit flottem Schritt
abwärts, während wir uns bergauf noch abmühen
müssen.
Rechts und links des Weges achten wir auf besondere Blumen und
entdecken echtes Johanniskraut, Knabenkraut und einige Wildblumen,
die wir nicht kennen. Vereinzelt blüht noch der Almrausch und
ein Blütenmeer von Alpendost begleitet uns im letzten
Stück des Aufstiegs. Endlich nach 2,5 Stunden - wir haben
immer wieder mal Pause gemacht - ist die Hütte in Sichtweite;
eine kleine Kurve noch und wir sind oben. Heute ist der
heißeste Tag, aber bei 36 Grad im Tal ist die Temperatur hier
oben richtig angenehm.
Der Hüttenwirt in Lederhosen begrüßt uns und eine
fesche Maid im Dirndl führt uns auf die Priel-Terrasse hinters
Haus. Dort ist es noch eine Zeit lang schattig, und nachdem wir uns
trockene Sachen angezogen haben, setzen wir uns zu den anderen
Gästen an den Tisch. Von hier haben wir einen traumhaften
Blick auf das Tote Gebirge, vom Hochkasten bis zur Karlspitze. Eine
weitere Gruppe von Wanderern und Kindern kommen an. Sie gehen nach
der Mittagspause weiter aufs Warscheneck und werden hier auch
nächtigen. Wir genießen das Essen, den Most, die gute
Laune der Menschen hier oben und überhaupt den
wunderschönen Tag auf der Zellerhütte, bevor wir uns nach
zwei Stunden wieder auf den Heimweg machen.
Lohnender Ausblick auf das Tote Gebirge, schöne Alpenflora
Anfahrt:
Pyhrnautobahn A9 Abfahrt Roßleithen/Windischgarsten - bei Ausfahrt links halten - nach 300 Metern rechts abbiegen Richtung Vorderstoder/Hinterstoder - ca. 11 km durch Roßleithen, an der Filzmoserkapelle vorbei, ca. 300 Meter vor dem Ortsanfang Vorderstode