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DIE
GESCHICHTE
Die Gemeinde Ramsau wird im Jahr 1120 zum ersten
Mal urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit war die Gegend
vermutlich von Baiern besiedelt. Das älteste Denkmal aus
dieser Zeit sind Mauerreste der Ruine Satteneck, auch
„Katzenburg“ genannt.
Seit dem 15. Jhdt. ist im Ramsauer Ortsteil
Rössing eine Lodenwalke nachweisbar, die ihren Betrieb bis
heute aufrecht erhalten hat. Seit dem 18. Jahrhundert besteht die
Getreidemühle am Fuß des Sattelbergs (am
Hofrat-Gruber-Weg), die heute als letzte ihrer Art noch erhalten
geblieben ist.
Die Zeit der Reformation, Gegenreformation und
der Toleranzzeit hat im oberen Ennstal besonders tiefe Spuren
hinterlassen. Die Lehre Luthers wurde von der Bevölkerung
begeistert aufgenommen. Als Kaiser Ferdinand II. die
Wiedereinführung der katholischen Glaubenslehre verlangte, kam
es allerdings zu einem schweren Rückschlag.
Während der Zeit der Gegenreformation hielt
die Bevölkerung von Ramsau ungebrochen an der evangelischen
Lehre fest, bis Kaiser Joseph II. am 13. Oktober 1781 das
Toleranzpatent erließ. Nun konnten die Ramsauer Bauern wieder
offen ihren Glauben bekennen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Gemeinde
Ramsau am Dachstein ein typischer Sommerfrische-Ort. Die technische
Erschließung der Alpen in der Nachkriegszeit bewirkte den
Aufschwung im Winter und die Etablierung als
Ganzjahres-Feriengebiet mit den Schwerpunkten Wandern und
Skisport.
Zur Entwicklung der größten
steirischen Tourismusgemeinde trugen vor allem die Errichtung der
6,3 Kilometer langen Dachsteinstraße 1961, der Bau der
Dachstein-Südwand-Seilbahn 1966 — bis heute eine
technische Meisterleistung - und die Austragung der nordischen
Skiweltmeisterschaften 1999 bei.
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