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Schlupfwespen

Schlupfwespen © BiohelpSCHLUPFWESPEN LEISTEN IM GARTEN BESTE DIENSTE

Der Begriff Schädling gibt es in der Natur nicht, dies ist eine einseitige Ansicht von uns Menschen. Bei so genannten Schädlingen unterscheidet man ,;Fresser" und „Sauger".

Die Fresser verzehren Blätter, Triebe, Früchte, aber auch Rinden- und Holzteile. Zu den fressenden Schädlingen zählen Käfer und deren Larven, Blattwespen-, Schmetterlings- und Fliegenlarven.

Die Sauger stechen ihre Wirtspflanzen an, um Saft auszusaugen. Meist scheidet der Schädling auch noch eine Substanz aus, die Verkräuselungen, Verformungen und Gallenbildungen (Haselnuss, Schwarze Johannisbeere) bei der Pflanze hervorruft. Saugende Schädlinge sind Blattläuse, Blattsauger, Schildläuse, Zikaden Spinnen und Gallmilben.

Nicht jeder Befall ist gleich die große Katastrophe, gegen die mit schweren chemischen Geschützen vorgegangen werden muss. Es sind daher auch immer die Schadbilder zu beobachten.

Schlupfwespen(Trichogramma) -Arten sind Nützlinge zur Bekämpfung von Apfelwickler, Apfelschalenwickler und Pflaumenwickler und besonders für Obstplantagen und größeren Gartenanlagen geeignet. Eiparasiten der Gattung Trichogramma sind natürliche Feinde von Schadraupen in zahlreichen Kulturen. Die winzigen Hautflügler legen ihre Eier in die Eier der Schädlinge, in welchen sich die Schlupfwespenlarven bis zum flugfähigen Vollinsekt entwickeln und nach etwa neun bis zwölf Tagen schlüpfen. Der Schädling wird dadurch abgetötet. Die erwachsenen Schlupfwespen ernähren sich ausschließlich von Pollen und Honigtau und sind daher auch gute Befruchter und bevorzugen naturnahe Gärten, die nicht steril und ausgeräumt sind.

Ein besonderer Nützling ist die Erzwespe (Eucarsia). In Glashäusern, Folienblöcken, Wintergärten ist die Weiße Fliege ein Schädling

  • bei Gemüse- und Blumenpflanzen, da sich auf den Exkrementen dieses Schädlings der Sternrusstaupilz entwickelt und die Pflanzen und Früchte unansehlich macht

  • bei Tomaten- und Gurkenkulturen unter Glas.

Die Vorteile des Nützlingseinsatzes sind

- keine Rückstände in Boden und Wasser

- keine Beeinträchtigung der Nützlingsfauna und keine Gefährdung der eigenen Gesundheit.

Tipps für den Nützlings-Einsatz

  • Bei der Bekämpfung mit Erzwespen muss darauf geachtet werden, dass eine relativ hohe Population von Weißen Fliegen vorhanden sein soll, um den Nützling einsetzen zu können. Die Weiße Fliege, die man auf Kohlarten feststellen kann, gehört zu einer anderen Spezies.
  • Trichogramma (Schlupfwespen) und Eucarsia (Erzwespen) werden mit Kärtchen ausgebracht, die einfach in die Obstbäume oder Glashäuser gehängt werden können. In jedem Kärtchen, das an beiden Seiten geöffnet ist, befinden sich die parasitierten Wirtseier.
  • Wichtig im Freiland bei der Aussetzung sind Temperaturen um 20° C, da sie kühlere Temperaturen nicht überstehen.
  • Es wird eine Mischung von Eiern unterschiedlicher Entwicklungsstadien verwendet, so dass sich die Wirkungsdauer über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen erstreckt.
  • Grundsätzlich sollte man ein oder zwei befallene Blätter und Früchte oder die Schaden-Ent­wicklung an die Nützlingsfirma einsenden oder bekannt geben.

Quelle: Korrekt Kleinanzeiger, 4.April 2007 von Heinz Metz

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