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Romantische Himmelsstiegen

Romantische Himmelsstiegen

Romantische Himmelsstiege © TVB VinschgauSchweiz/Südtirol/Trentino: 24 sakrale und profane Stätten sind auf einer “Alpinen Straße der Romantik”, die auch “Stiegen zum Himmel” heißen könnten, von Graubünden über Südtirol bis ins Trentino aufgefädelt.

Eine Versammlung solch eindrucksvoller bildlicher Darstellungen ist selten zu finden. Ein grenzüberschreitendes EU-Projekt bemüht sich nicht nur um die Sanierung und Erhaltung dieses romanischen Freskenschatzes, sondern hat auch die Öffnung des Mittelalters im Herzen der Alpen im Auge.

Trutzige Burgen, imposante Schlösser, Kirchen, Kapellen, malerische Dörfer und Städtchen gewähren Einblicke in die Lebensweise von Fürsten, Grafen, Rittern und Bauern. Die prunkvollen „Stiegen zum Himmel" verbinden eine gemeinsame Kultur, die bis zum sagenumwobenen Volk der Rätier zurückreicht.


Florentinischer Einfluss

Erhalten haben sich an einigen Streckenabschnitten der „Alpinen Straße der Romantik" bemerkenswerte Zeugen mittelalterlicher architektonischer Verzierungsformen: Friese, Rosetten, Tierzeichen und Fabelwesen in Sgraffito-Technik, die von der florentinischen Hausornamentik beeinflusst ist. Wer alle Stufen der „Stiegen zum Himmel" auf einmal emporsteigen will,
hat sich fast zu viel vorgenommen, immerhin fädeln sich die Kulturstätten auf einer Strecke von rund 200 Kilometern auf.

Am besten ist es, sich die Reise in Abschnitte einzuteilen. Alleine in Chur und Mittelbünden kann man acht Hauptattraktionen aufsuchen. Darunter sind die Burganlagen von Hohenrätien, Belfort und Riom sowie die „Sixtina der Alpen", die Kirche St. Martin in Zills. Besonders hervorzuheben ist auch das UNESCO-Weltkulturerbe St. Johann Müstair.


Gut erreichbar

Der Südtiroler Vinschgau hat „sieben Stiegen" zwischen Burgeis und Naturns anzubieten. Zwischen Meran und Tramin liegen dann die letzten fünf Etappen auf der „Straße der Romantik".

Die Stätten des Mittelalters sind über zahlreiche Alpenstraßen zu erreichen, aber auch über die Vinschgerbahn (die sich übrigens sehr in Kombination mit Radausflügen empfiehlt) oder mit dem „Engadin-Meran Route Express" und der berühmten Albulalinie der Rhätischen Bahn.


Quelle: OÖ Nachrichten am 14. April 2007

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