Durchquerung der südl. Verwallgruppe von Galtür nach Ischgl
DURCHQUERUNG DER
SÜDLICHEN VERWALLGRUPPE Von Galtür nach
Ischgl
1. Tag:
Galtür (1.584 m) - Neue Heilbronner
Hütte (2.308 m), 4 Std. (leicht). Entweder erreichen
Sie unseren Ausgangspunkt, das Zeinisjochhaus (1.822 m) am Kops
Stausee mit dem eigenen Fahrzeug auf der Kopser Straße
(Maut!), mit einem öffentlichen Verkehrsmittel oder in 1
½ Std. zu Fuß über das Zeinisjoch. Der
Weitermarsch zur Neuen Heilbronner Hütte führt auf gutem
Weg bei geringer Steigung zur Verbellaalpe (1.938 m) und dann
gemütlich zur Hütte, von der man auf die Scheidseen
blickt. Die Hütte liegt in beherrschender Lage und wird von
Gipfelketten umsäumt.
2. Tag:
Neue Heilbronner Hütte (2.308 m) -
Konstanzer Hütte (1.700 m). Es gibt zwei Übergänge:
a) durchs Schönverwalltal, 2 ½ Std.
(leicht) und b) auf dem „Bruckmannweg" über
das Wannenjöchli (2.633 m), 4 Std. (mittel).
a. Zunächst an den Scheidseen vorbei und ein Stück
den Albonabach entlang bis zu einer Wegtafel (rechts zum
Wannenjöchli!). Der Weg führt nun weiter abwärts bis
zur Mündung des Albonabaches in die Rosanna. Das Tal
heißt von dort ab Schönverwalltal. Der Weg ist einfach
und nicht zu verfehlen. An der Fraschhütte (1.822 m) vorbei
bis man an die Wegtafel kommt, die rechts zur Konstanzer
Hütte, Ziel, leitet.
b. Bei der Wegtafel am Albonabach
(siehe a) abzweigen und über den Buckel hinüber zum
Rosannagraben (Ochsental). Dieser Graben wird überschritten
und nach einer Wegkreuzung steigt nun der mit 516 markierte Weg
unter den Schutthalden der Vollandspitze an, bis in einem Kar der
Wannensee erreicht ist. Von dort noch eine ½ Std. bis auf
Wannenjöchli. Der nun folgende Abstieg liegt am
Südfuß des Patteriols, des Beherrschers der ganzen
Gegend. Gegenüber die Küchl- und Kuchenspitze. Nach
Erreichen des Fasulbaches auf gutem Steig immer talauswärts
bis zur Konstanzer Hütte.
3. Tag:
Konstanzer Hütte
(1.700 m) - Darmstädter Hütte (2.384 m), 3 ½ Std.
(mittel), mit Scheibler (2.978 m), 5 Std. Von der
Hütte in Kehren hinauf bis zum Kuchenjöchli (2.730 m).
Der von dort nach links abzweigende, markierte Weg führt zum
Gipfel des Scheibler, dessen Aussicht sehr lohnend ist; hin und
zurück 1 ½ Std. (leicht). Die als "Apothekerweg"
bezeichnete Route führt vom Joch zunächst am Rande
über den Großen Kuchenferner, der meist stark ausgeapert
ist.
Nicht von der Spur abweichen, da rechts Spalten!
In weitem Bogen an einem kleinen See vorbei zur Darmstädter
Hütte. Der Kessel, in dem die Hütte liegt, wird von
gewaltigen Gipfeln umrundet. Im Norden Faselfadspitze (2.993 m), im
Westen Scheibler (2.978 m) und Kuchenspitze (3.148 m), im
Süden Küchlspitze (3.147 m ) und im Osten Saumspitze
(3.039 m).
4. Tag:
Darmstädter
Hütte (2.384 m) - Ischgl (1.376 m), ca. 4 ½ Std. (nur
für Geübte). Auf dem südlichen Weg 502 bis zu
einer Wegteilung. Ihr Weg zweigt nach rechts ab und führt in
Richtung Süden hinauf zur Doppelsee-Scharte (2.786 m; nur
für Geübte). Der Tiefblick ins Paznauntal und auf die
eisgekrönten Häupter der Silvretta ist berwältigend.
Nun folgt ein steiler Abstieg zum Madleinsee (2.437 m), der mit
seinem tiefgrünen Wasser ein herrliches Bild gibt. Einige
steilere Wiesenstücke werden rasch überwunden und durch
das Madleintal der Talboden bei Ischgl erreicht.