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ZWEI VARIANTEN UND EIN
TRAUMHAFTER AUSBLICK
Der Ramsauer Klettersteig ist eine
wunderschöne Überschreitung der Niederen und Hohen
Gamsfeldspitze (2.655 Meter) und verläuft im Gratbereich
zwischen Edelgrießhöhe und Gruberscharte. Auch die Gipfel
des Scheichenspitz (2.664 m) und des Hohen Rams (2.551 m) liegen
auf der Route. Der Klettersteig bietet herrliche Ausblicke auf
Ramsau und das Ennstal und einen großen Teil der Ostalpen. Die
Passagen sind größtenteils leicht/mittel mit einer
einzigen schweren Passage. Trotzdem sind für diesen
beeindruckenden Steig alpine Kenntnisse und absolute
Trittsicherheit unumgänglich.
Man kann den Ramsauer Klettersteig in beiden
Richtungen begehen, also von der Edelgrießhöhe zur
Gruberscharte (diese Richtung ist eher zu empfehlen) oder
umgekehrt.
Zustieg:
Es gibt zunächst zwei Möglichkeiten um
zum Einstiegspunkt zu kommen:
1.) Auffahrt mit der Dachstein-Gletscherbahn auf
die Bergstation Hunerkogel. Von der Seilbahnbergstation kurz in
Richtung Osten abwärts, den Gletscher im Bereich der
Hunerscharte kurz queren und zum Rosemariestollen aufwärts,
der auf die Südseite führt. Die Stollentür erreicht
man über eine längere Leiter (falls der Stollen versperrt
sein sollte, kann man auch über die Austriascharte auf die
Südseite gelangen). Vom Stollen den Austria-Scharten-Weg erst
eben queren, danach zum Edelgrießgletscher absteigen und kurz
wieder aufsteigen, anschließend entlang des Kammes zur
Edelgrießhöhe (Tafel "Ramsauer Klettersteig").
2.) Von der Talstation der
Dachstein-Südwandbahn zu Fuß auf dem Weg Nr. 615 und
anschließend 672 ins Edelgrießkar. Dort auf dem Weg 673
direkt auf die Edelgrießhöhe, wo der Weg zum Klettersteig
abzweigt (Gehzeit ca. 2,5 Stunden).
Steigverlauf:
Von der Edelgrießhöhe über den
Schrofenrücken aufwärts zur Niederen Gamsfeldspitze
(2.611 Meter). Hier beginnen die ersten Versicherungen. Den
Sicherungen folgend, erreicht man größtenteils auf dem
Grat die Hohe Gamsfeldspitze (2.655 Meter Seehöhe). Hinab in
die Fluderscharte bis zum Schmiedstock, um diesen südseitig
herum und nun in die "Gelbe Rampe" - die steilste und sportlich
schönste Stelle der Tour. Hier ist der Steig sehr steil und
ausgesetzt. Mit Hilfe von Eisenklammern steigt man in die Scharte
östlich des Schmiedstockes ab und erreicht auf einem immer
leichter werdenden Steig den Gipfel der Scheichenspitze (2.667
Meter). Vom Gipfel steigt man anschließend ostwärts ab
und kommt entlang des Kammes auf den Gipfel der Hohen Rams (2.546
m) und abwärts in die Gruberscharte (teilweise versichert).
Aus der Gruberscharte geht es nach Osten abwärts und in
Kürze zum Guttenberghaus (Weg Nr. 618).
Abstieg:
Über den markierten Weg (Nr. 616) zur
Lärchbodenalm und schließlich zum Gasthof Feisterer in
Ramsau. Zum Ausgangspunkt gelangt man entweder per Linienbus oder
Taxi zurück).
Quellennachweise:
Klettersteige & leichter Fels Österreich Ost, 5.,
erweiterte und aktualisierte Auflage April 2004, Schall-Verlag,
Wien; www.schall-verlag.at
www.planai.at
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