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EIN EINZIGARTIGES
HISTORISCHES STADTBILD
Ins Staunen und Schwärmen geraten
kunstsinnige Betrachter allein schon angesichts der reichhaltigen
sakralen und weltlichen Baukunst. Den Besucher überraschen
oftmals imposante Größe, spektakuläre Ornamente,
reiche Verzierungen und Details.
Durch sein einzigartiges historisches Stadtbild fasziniert das
Weltkulturerbe Bamberg, das den Betrachter augenblicklich gefangen
nimmt. Monumentales, das in mehr als 1000 Jahren gewachsen
ist:
Enge Gassen, verwinkelte Ecken, barocke und
romantische Fassaden und mittelalterliches Flair sind es, was die
Altstadt Bambergs ausmachen.
Alte Hofhaltung Früher war die
Alte Hofhaltung, deren Kern die einstige Kaiser- und Bischofspfalz
bildet, direkt mit dem Dom verbunden. in den von Fachwerkbauten
umgebenen romantischen Innenhof gelangt man durch die
"Schöne Pforte". 1573 wurde das Tor vom Bildhauer
Pankraz Wagner geschaffen, welches seine Krönung in einem
Relief von Maria findet, die von Heinrich und Kunigunde mit dem
Dommodell, Petrus und Georg, die Personifikationen von Main und
Regnitz daneben liegend, umrahmt wird. Die Alte Hofhaltung bildet
ein harmonisches Ensemble obwohl der Gesamtkomplex Bauten
verschiedener Stilepochen umfasst. Augenfällig ist auch der
Renaissancebau mit Ratsstube.
Altes Rathaus
Der Bischof von Bamberg wollte der Sage nach den Bürgern
keinen Millimeter seines Bodens geben. Also rammten die Bamberger
für ihr Rathaus Pfähle in die Regnitz und schufen
inmitten des Flusses eine künstliche Insel. Die Lage markiert
jedoch die alte Herrschaftsgrenze zwischen bischöflichem Berg
und bürgerlicher Inselstadt und ist somit als ehrgeizige
Demonstration bürgerlichen Machtstrebens zu werten.
Erwähnt wird das Rathaus erstmals
1387. Ein Neubau wurde 1461 begonnen, der 1467 im
Wesentlichen abgeschlossen war und den Kern des heutigen Rathauses
bildet. 1744 bis 1756 gestaltete es Michael Küchel im Stil des
Barock und Rokoko um. Die Fresken bestechen, neben der wundervollen
Architektur, besonders durch ihre Plastizität.
Böttingerhaus Mit diesem
ersten bürgerlichen Stadtpalais ist es dem hoch- und
kurfürstlichen bambergischen Geheimen Rat und
Kreisdirektional-Gesandten Johann Ignaz Böttinger 1713
ausgezeichnet gelungen den Zeitgenossen seinen Wohlstand vor Augen
zu führen. Heute ist jedoch umstritten, wer der Architekt
dieses Hauses war, das nun eine Kunstgalerie beherbergt. Ein reich
ausgeschmückter Hof, ein mächtiges, wenn auch
gedrückt wirkendes Treppenhaus und herrlich ausgestattete
Räume befinden sich im Inneren. Geschickt bewältigt
worden ist das äußerst schwierige Terrain des
Stephansbergs: Von jedem Stock der hinteren Flügel kann man
auf eine der Terrassen des Gartens hinaustreten.
Concordia Ignaz Tobias
Böttinger ließ 1716-1722, bereits drei Jahre nach
der Fertigstellung des Böttingerhauses, das barocke
Wasserschloss Concordia, direkt am Ufer der Regnitz errichten. Er
hatte aus den Fehlern seines ersten Bauprojekts gelernt und
engagierte den Hofarchitekten Johann Dientzenhofer. Sodann wurde
das Wasserschloss auch im typisch
Fürstbischöflich-Schönbornschen Stil, mit Garten und
Terrasse und Zugang zum Wasser, errichtet. Der Name Concordia
rührt von einem Geselligkeitsverein, der nach 1834 in diesem
Wasserschloss sein Domizil hatte. Vom gegenüberliegenden
Flussufer, dem Mühlwörth, bietet sich der schönste
Blick auf die imposante Anlage.
Grüner Markt Der lang
gestreckte Platz mit barocken Bürgerhäusern und der
Jesuitenkirche St. Martin, der heute den Mittelpunkt des
städtischen Lebens darstellt, bildet das Herz der
Bürgerstadt. Hier wurde früher das grüne Gemüse
verkauft und ein kleiner Brunnen erinnert an die Marktfrauen, die
hier ihre einheimischen Produkte feilboten. Der von Johann Kaspar
Metzner 1698 geschaffene Neptunsbrunnen. Von den Einheimischen
liebevoll "Goblmoo" (Gabelmann) genannt, ist er zum beliebten
Treffpunkt der Bamberger Jugend und einem Wahrzeichen der Stadt
geworden.
Rathaus Schloss Geyerswörth
1585 bis 1587 wurde das ehemalige fürstbischöfliche
Stadtschloss von Asmus Braun errichtet und ist heute Sitz des
Sozialreferates und der Touristen-Information. In einer der Arkaden
des Innenhofes geschützt, wurde das Original des Stadtwappens
vom Alten Rathaus aufgestellt. Einen umfassenden und den vermutlich
schönsten Blick auf die Bergstadt mit dem Alten Rathaus und
dem Dom hat man vom Turm des Schlosses aus.
Klein Venedig "Klein Venedig" wird
liebevoll die ehemalige Fischersiedlung genannt. Überwiegend
von mittelalterlicher Bausubstanz geprägt, besteht sie aus
einer hübsch geschmückten und restaurierten Zeile alter
Wohnhäuser, die auf Holzpfählen stehen. Am Ufer der
Regnitz reihen sich kleine, dicht gedrängte Fachwerkbauten mit
Balkonen und winzigen Vorgärten, an denen sich die
Anlegestellen für die Kähne befinden.
Für das im August stattfindende Volksfest "Sandkerwa" mit dem
Fischerstechen und der italienischen Nacht bildet "Klein-Venedig"
die malerische Kulisse.
Maximiliansplatz
In der Innenstadt liegt der Maximiliansplatz, benannt nach
König Max I. von Bayern, dem auch der figurenreiche Brunnen
gewidmet ist. Das ehemalige Priesterseminar (1732-1737) und das
Katharinenspital, die hier einen barocken Hintergrund für den
bunten Obst- und Gemüsemarkt bilden, sind zwei architektonisch
beeindruckende Bauten des Barockbaumeisters Balthasar Neumann.
Neue Residenz
In zwei Bauabschnitten entstand der vierflügelige Komplex der
neuen Residenz: Unter Fürstbischof von Gebsattel wurde
zunächst ab 1602 der rückwärts liegende
zweiflügelige Trakt, der die Obere Karolinenstraße
flankiert, im Renaissancestil errichtet. Die sich zum Dom
richtenden barocken Flügel wurden dann als
fürstbischöfliche Residenz unter Fürstbischof Lothar
von Schönborn durch Leonhard Dientzenhofer zwischen 1697 und
1703 erbaut. Der prächtige Gebäudekomplex aus Sandstein
beherbergt heute die Staatsbibliothek und die Staatsgalerie
Bamberg, die mit historischen Räumlichkeiten und wertvollen
Gemälden beeindruckt.
Bildnachweis:
pixelio.de
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