|
DER AACHENER DOM: EINE
BEDEUTENDE WALLFAHRTSSTÄTTE
Um das Jahr 800 machte Kaiser Karl der
Große Aachen zum Mittelpunkt seines europäischen
Reiches - zum "zweiten Rom". Hier ließ er den Kernbau des
heutigen Aachener Domes errichten - seine zentrale Residenz, die
Pfalzkapelle (Marienkirche). So wurde Aachen zum Ausgangspunkt
neuer Staatsordnungen und Kirchenreformen, die für
Jahrhunderte prägend blieben. Als Karl der Große 814
starb, wurde die Kirche der Pfalz seine
Begräbnisstätte.
936 begann mit der Krönung Otto I. die
600-jährige glanzvolle Geschichte der Aachener Krönungen.
Über 30 Könige bestiegen in den folgenden 600 Jahren nach
Wahl und Weihe diesen Thron. Im Jahre 1002 wurde Kaiser Otto III.
auf seinen Wunsch hin in der Kirche Karls des Großen
beigesetzt.
Die vier Aachener Heiligtümer ließen seit dem
Mittelalter Aachen und den Aachener Dom zu einer der
bedeutendsten Wallfahrtsstätten der Christenheit
aufsteigen. Im Lauf von mehr als 1200 Jahren erhielt der Dom seine
heutige Gestalt. Die überaus reiche Ausstattung und andere
Schätze wurden von Kaisern, Königen und Pilgern
gestiftet. Heute ist das überragende Hauptwerk der
karolingischen Architektur eines der bedeutendsten
Kulturdenkmäler. Als erstes deutsches Denkmal wurde der
Aachener Dom 1978 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes
aufgenommen.
Die Aachener Domschatzkammer wurde 1995, um sie
besuchertauglich zu machen, komplett neu eingerichtet. Fast 250.000
Besucher bewundern jährlich einen der bedeutendsten
Kirchenschätze Europas auf über 600 Quadratmetern.
Bildnachweis:
Pixelio.de
|