Heute wollen wir eine schöne
Familienwanderung zu zwei besonders schönen Ausflugszielen in
der Region Pyhrn-Priel machen. Eigentlich sind es sogar vier
Besonderheiten, die an dieser Wanderroute liegen. Die
Stummermühle, der Pießling Ursprung, der Sensen-Themenweg
und der Gleinkersee liegen auf dieser Strecke.
Wir fahren mit zwei Autos. Eines lassen wir am Gleinkersee
Parkplatz stehen und das andere Fahrzeug stellen wir auf dem
ausgewiesenen Parkplatz unterhalb des Gasthauses Sengsschmied ab.
Wir gehen zuerst durch das Werksgelände und die Kinder
können in die Hallen schauen, wo die Sensen hergestellt
werden. Auch wird dort am Ende des Geländes die
größte Sense der Welt ausgestellt. Weiter geht es an der
rauschenden Pießling und dem beeindruckenden Waldhammer am
Sensenwerk entlang. Viele Hinweistafeln helfen uns den Kindern die
vielen Fragen zu beantworten. Der schattige Weg (es empfiehlt sich
eine Jacke mitzunehmen) führt uns zu einer der ältesten
Bauernmühlen in der Region. Der kleine Abstecher (siehe
Hinweis) zu der liebevoll restaurierten Stummermühle lohnt
sich auf jeden Fall.
Eine Brücke führt uns über das Gewässer und das
Rauschen des Baches ist für die Kinder voller Geheimnisse.
Nach 15 Minuten haben wir den Ursprung der Pießling erreicht.
Es ist die größte Karstquelle der Ostalpen. Ein
blaugrüner, 32 Meter tiefer Quelltopf liegt vor uns,
eingebettet in eine Felsenhöhle. Es ist ein geheimnisvoller,
faszinierender Ort für jeden Besucher.
Zurück nehmen wir ein Stück den gleichen Weg und biegen
an einem Hinweisschild "Zum Gleinkersee" rechts ab. Eine große
Holzbrücke führt uns über die Pießling. Etwa
100 Meter geht es nun durch ein Waldstück etwas steiler
bergauf bis wir auf eine asphaltierte Straße kommen. Hier
treffen wir auf den Sensenthemenweg Roßleithen. Er wurde
anlässlich des Sensenfestes 2004 errichtet. Entlang des Weges
befinden sich zahlreiche Schautafeln, die sich mit der Geschichte
der Gemeinde Roßleithen, der Sensenindustrie, den
Hammerherren, den alten Getreidemühlen an der Pießling
usw. beschäftigen.
Wir gehen eine zeitlang den Weg Nr. 15 in Richtung Gleinkersee
entlang. Die Kinder freuen sich über den großen Traktor
mit dem Heuwender, der immer wieder seine Kreise auf dem
gegenüberliegenden Feld zieht, um das Heu noch vor dem
kommenden Regen ins Trockene zu bringen. An einem Bauernhaus
entlang des Weges sind zwei weiße Ziegen, die uns anmeckern.
Ein bisschen frisches Gras wird gerne entgegengenommen. Ein Waldweg
mit wunderbarem Blick auf das Tote Gebirge führt uns vorbei am
Gasthof Tommerl oberhalb des Gleinkersees. Wir wollen
natürlich gleich zum See, denn dort warten der Spielplatz und
das versprochene Eis für die Kleinen und eine köstliche
Jause mit kühlem Bier für die Großen.
Wer nicht wie wir ein zweites Auto am Gleinkersee stehen hat kann
wieder zum Ausgangspunkt zurückgehen oder lässt sich mit
dem Wandertaxi
zurückbringen.