Die Enns ist ein südlicher
Nebenfluss der Donau und mündet zwischen Enns - der
ältesten Stadt Österreichs - und dem
geschichtsträchtigen Ort Mauthausen in die Donau. Die
Länge beträgt 254 km und bildet im Unterlauf die
Grenze der Bundesländer Ober- und Niederösterreich.
Die Enns entspringt im Bundesland Salzburg und
fließt an der Grenze zwischen den nördlichen Kalkalpen
und den niederen Tauern in östlicher Richtung in die
Steiermark. Somit ist sie der Hauptfluss der
nordwestlichen Steiermark. Die Enns ist ein typischer
Wildwasserfluss der nördlichen Ostalpen mit dem
fünftgrößten Einzugsgebiet Österreichs und ist
zudem der längste Fluss Österreichs.
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Regulierung der rund 70
km langen Strecke zwischen Weißenbach bei Haus und dem
Gesäuse begonnen, um durch die Trockenlegung der
Talböden land- und forstwirtschaftliche Nutzfläche zu
erhalten.
Flüsse waren bereits im Mittelalter Transportmittel
für Holz. Zum Teil durch hölzerne oder steinerne
Dämme – die so genannten "Klausen" (seit den 20er Jahren
durch Seilbahnen ersetzt). Noch zahlreiche Tunnel, Reste von
Holztriften, Klausen und Forststeigen sind Zeitzeugen früherer
Holzgewinnung.
Früher war die Enns ein wichtiger Transportweg für das
Eisen. Die Flößer transportierten Eisenerz vom
Erzberg auf der Eisenstraße nach Norden. Es entstanden
viele Schmieden an der Enns. In Molln werden noch heute
Sensen, Sicheln und Feiteln sowie die berühmten Maultrommeln
erzeugt.
Der Enns entlang befinden sich insgesamt 10 Kraftwerke zur
Stromerzeugung. Diese wurden im Laufe der Zeit von der
Ennskraftwerke AG errichtet.
Heute ist die Enns ein beliebter Fluss für
Floß- und Kanufahrten.