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DIE
GESCHICHTE DES WANDERNS
Seit jeher sind die Menschen zu Fuß
unterwegs. Ehe der Mensch sesshaft wurde, zog er als Nomade durch
das Land. Nur zum Spaß wanderten unsere Vorfahren sicherlich
nicht, die Motive waren Jagd, Handelsreisen oder Kriegszüge.
Wandern war ein Mittel zum Zweck, ein Fußmarsch gehörte
zum Arbeitsalltag.
Mitte des 19. Jahrhunderts änderte sich
dieses Bild jedoch gravierend. Die Erfindung der Eisenbahn
ermöglichte es nun nicht mehr nur Handelsreisenden, sondern
einer breiten Bevölkerungsschicht, große Distanzen in
relativ kurzer Zeit zurückzulegen. In dieser Zeit wurde das
Wandern als bewusstes Naturerlebnis entdeckt. Die Freizeit musste
man nun nicht mehr zwangsläufig vor der eigenen Haustüre
oder im eigenen Ort verbringen. Vor allem die städtische
Bevölkerung nutzte diese Möglichkeit und reiste zum
Ausflug oder zur beliebten „Sommerfrische“ aufs Land.
Diese Entwicklung, begünstigt durch moderne Verkehrsmittel,
geregelte Urlaubszeit für Arbeitnehmer und bessere finanzielle
Möglichkeiten, hält bis heute an. Was man heutzutage mit
"Trekking" oder "Hiking" umschreibt, meint grundsätzlich das
Gleiche wie damals, nämlich eine aktive Form der
Freizeitgestaltung in der freien Natur.
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