|
ÜBER DIE TECHNIK
DES BERGGEHENS

Klar, gehen kann jeder, aber richtig gehen muss man erst lernen.
Die Folgen von "Gehfehlern" sind im harmlosen Fall schnelles
Ermüden oder Schmerzen - im schlimmsten Fall kann es im
alpinen Gelände durch unsichere, falsche Schritte zu
Unfällen und Verletzungen kommen.
Deshalb hier einige Tipps, die das Berggehen einfacher und
sicherer machen:
- Beim Aufsteigen sollte ein möglichst großer Teil oder
die ganze Sohle auf dem Boden aufgesetzt werden. Je
größer die Auflage, umso größer sind Haftung
und Halt. Der Oberkörper ist dabei leicht vorgebeugt.
- Bei steilerem Gelände, wird mehr mit dem Fußballen
aufgetreten, was die Wadenmuskulatur belastet. Schrittlänge
dem Gelände anpassen: Je steiler desto kürzer der
Schritt.
- Hohe Felsstufen sind verlockennd, doch wer permanent seine
Tritte zu hoch ansetzt, verbraucht enorm viel Kraft, da sich der
Körperschwerpunkt ungünstig verlagert.
- Die eigene Atmung ist der beste "Tempomat". Durch bewusstes und
hörbares Atmen kommt der Körper automatisch in einen
guten Gehrythmus. Wichtig dabei ist tiefes Ausatmen. Beim Einatmen
holt sich der Körper selbst soviel Luft wie er braucht.
- Beim Bergabgehen gilt es die Gelenke zu schonen. Das Problem
ist, dass die nötige Kondition für das richtige
Bergabgehen meist schon bergauf verbraucht wurde. Die Kniestellung
ist leicht gebeugt, Stichwort "Holzhackerstil".
- Auch den Oberkörper und die Hüfte leicht nach vorn
beugen. Das Gewicht bleibt vorn, damit das Körpergewicht auf
die ganze Sohle verteilt wird. Wer sich aus Ängstlichkeit nach
hinten lehnt, rutscht mehr aus.
- Für ausschweifenden Panoramablick gilt: Erst stehen, dann
sehen!
Quelle: http://postalm.at/sommer/wandern_echtsicher.php
Fotos: OÖ. Tourismus, Erber
|