Das Pürgschachen Moor ist nicht nur eines der schönsten
Hochmoore im Land, sondern auch das größte weitgehend
intakte Talbodenhochmoor Österreichs. Es zieht sich mit
seinen angrenzenden Feuchtwiesen einen Kilometer weit durchs
Ennstal. Der Begriff „Hochmoor“ bringt zum Ausdruck,
dass das Moor auf einem höheren Niveau liegt als seine
unmittelbare Umgebung. Die Pflanzen im Moor haben dadurch keinen
Kontakt mehr zum nährstoffreichen Grundwasser, weshalb die
Vegetation auf bestimmte Pflanzenarten beschränkt ist.
Den größten Teil des Moores bedeckt ein Buschwerk aus
Latschen, während darunter überall
Torfmoose zu finden sind. Den Moosen ist es zu verdanken,
dass sich Hochmoore überhaupt erst bilden können. Sie
machen aus dem Moor einen riesigen Schwamm, der Regen und das
Wasser der Schneeschmelze aufnehmen kann. An trockeneren Stellen
wachsen auch Heidekrautgewächse, wie beispielsweise die
Heidelbeere. Ein paar Wochen im Hochsommer fällt das
Wollgras mit seinen wollig-weißen Fruchtschöpfen
auf. Im Pürgschachen Moor ist noch heute eine Landschaft wie
aus dem Mittelalter zu finden. Torf wurde hier kaum gestochen,
weshalb die Torfschichten bis über 7 m tief liegen.
Den Moorschutzverein finden Sie im alten
Gemeindeamt in Ardning - gleich gegenüber der Raiffeisenbank.
MOOR-ERLEBNISWEG
Seit September 2005 führt ein
Erlebnisweg mit einer Aussichtsplattform durch das Moor. Der
Rundweg sorgt dafür, dass Besucher das Moor erleben
können, ohne Trittschäden anzurichten. Er führt am
Rand des Moores entlang und an den verschiedenen Stationen, vom
Beerengarten über den Torfstich bis zum Libellenteich wird
über Vegetation und Tierwelt des Moores informiert.
Dort wo der Weg durch das Moor selbst führt, wurde er mit
Holzschnitzeln äußerst schonend angelegt. Der
Moorschutzverein Pürgschachen widmet sich neben der
Erforschung des Moores auch um dessen Erhaltung und
Renaturierung.
Wenn Sie das Moor besonders erleben
möchten, bietet der Moorschutzverein Führungen für
Gruppen ab 5 Personen an.