Die in 1.085 Metern Seehöhe liegende
Odelsteinhöhle liegt im hinteren Johnsbachtal. Sie war eine der ersten Höhlen, die
man Anfang des 20. Jahrhunderts zu einer Schauhöhle
ausgebaut hatte. Über 600 Meter waren zu dieser Zeit
bereits erforscht. 1910 wurde die Odelsteinhöhle durch den
Besitzer, den „Kölblwirt“ in Johnsbach
eröffnet und aufgrund ihrer ungewöhnlich reichen
Ausstattung mit Mineralien bereits 1931 zum Naturdenkmal
erklärt.
Bei der Odelsteinhöhle handelt es sich um eine
Kalksinterhöhle mit interessanten blauen Eisenblüten.
Das 470 Meter lange Höhlensystem birgt bedeutende Eisen-,
Kupfer- und Fahlerzlagerstätten, die sich vom benachbarten
Erzberg über Radmer bis nach Johnsbach erstrecken.
Weltweit berühmt wurde die Odelsteinhöhle jedoch
durch ihre reiche Ausstattung mit grünlich-bläulichen
Aragonitkristallen. Obwohl Mineralienräuber leider keinen
Respekt vor den Naturschönheiten haben und allzu deutlich ihre
Spuren hinterließen, ist die Odelsteinhöhle nach wie vor
ein einzigartiges, besuchenswertes Naturjuwel. Im Rahmen einer
Höhlenführung können Sie sich einen (mit Sicherheit
bleibenden) Eindruck von der „Johnsbacher Unterwelt“
machen.
Nach Johnsbach kommen Sie mit dem PKW
oder dem Bus von Admont oder Hieflau auf der B146. Fünf
Kilometer vor dem Ortszentrum zweigt die Straße ins
Johnsbachtal ab.