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An einem wunderschönen warmen
Herbstnachmittag mit wolkenlos blauem Himmel beschließen wir,
eine sonnige Wandertour zu unternehmen. Wir suchen uns den Weg von
Vorderstoder zum Windhagersee aus. Während der Wanderung
müssen wir zwar feststellen, dass der Weg großteils im
Wald führt, aber trotzdem bereuen wir unsere Entscheidung
keineswegs.
Eigentlich geht man vom Schafferteich in
Vorderstoder zum Windhagersee und weiter zur Zellerhütte
(siehe Wegvariante im Anschluss). Wir nehmen jedoch einen anderen
Weg und lassen unser Auto bereits 800 Meter nach dem Gasthof
„zum Loigistal“ auf dem Parkplatz in einer Kehre
stehen. Gegenüber befindet sich ein Wildgehege. Der Weg
(beschildert mit „Güterweg Michl im Hof“) beginnt
links unterhalb des Wildgeheges und führt zunächst ein
Stück bergauf durch den Wald. Nach rund 20 Minuten Gehzeit
erreicht man eine sonnige Anhöhe, auf der sich ein großer
Bauernhof befindet. Die Aussicht auf die langgezogenen
Bergrücken des Sengsengebirges im Nationalpark Kalkalpen und
Richtung Garstnertal ist herrlich — noch dazu, wo die
herbstlichen Wälder ringsum in den schönsten Farben
leuchten.
Wir halten uns rechts und folgen der
Forststraße bergauf. Der Windhagersee ist hier noch nicht
beschildert; wir richten uns nach der Markierung Richtung
Gleinkersee/Roßleithen (Weg Nr. 1). Der Weg führt an
einem Haus vorbei, es geht leicht bergab und steigt dann wieder
mäßig an. Hier wechseln sonnige Abschnitte mit Passagen
durch den Nadelwald ab. Der Wanderweg führt durch ein
sensibles Jagdgebiet mit vielen Tieren, wir beobachten zahlreiche
Rehe und Eichkätzchen. Ruhiges Verhalten ist daher
angebracht.
Es ist gut, dass wir uns vorsichtshalber noch
einmal erkundigt haben, wie der Wanderweg verläuft. Es gibt
hier ziemlich viele Abzweigungen, Wege und schmale Pfade; noch dazu
ist die Wegbeschilderung gerade zu Beginn ziemlich dürftig.
Wir wissen, dass wir immer der Forststraße folgen müssen
und keine Abzweigungen nehmen dürfen, auch wenn es manchmal
recht verlockend erscheint. Schließlich erreichen wir eine
Weggabelung, bei der erstmals der Windhagersee (Weg Nr. 4)
angeschrieben ist.
Hier biegen wir von der Forststraße nach
links in einen ziemlich feuchten, lehmigen Weg ab, den wir
allerdings nach 100 Metern schon wieder verlassen und den Steig
nehmen, der in weiterer Folge bergauf durch den Wald führt.
Der weiche, moosige Waldboden ist lichtdurchflutet und muss ein
guter „Schwammerlboden“ sein. Vorbei an einer
Wildfütterung, erreichen wir schließlich wieder eine
Forststraße, und es sind nur noch fünf Minuten bis zum
Ziel.
Die Jagdhütte direkt am Ufer ist ein
idealer Rastplatz, um etwas zu trinken oder einfach den Blick auf
den See zu genießen. Bis hierher haben wir durch Fotografieren
und das Beobachten der Tiere ca. eineinhalb Stunden gebraucht;
flotte Wanderer schaffen die Distanz sicher um einiges schneller.
Schöner ist das Ziel unserer Wanderung vermutlich im
Frühsommer, wenn die Wege nach der Schneeschmalze wieder
trocken sind, weil der Wasserstand dann offensichtlich bedeutend
höher ist. Das verrät uns ein Ruderboot am Ufer, welches
derzeit ziemlich verwaist ausschaut.
Zurück führt der Weg auf derselben
Strecke, wir bleiben jedoch bis zur Wildfütterung auf der
parallel verlaufenden Forststraße.
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