Wir fahren mit dem Auto nach Spital am Pyhrn und biegen
beim Hallenbad Richtung Dr. Vogelgesang-Klamm ab. Im Ortsteil Grünau
angekommen, könnten wir unser Auto parken und das erste
Stück des Weges durch die 1,5 Kilometer lange Felsenschlucht
(die zweitlängste Klamm Österreichs!) gehen (ca. 45
Minuten). Da wir jedoch ziemlich spät dran sind, fahren wir
die Straße noch einige Kilometer weiter bergauf bis kurz vor
die Bosruckhütte — ein beliebtes Ausflugsziel. Hier gibt
es genügend Parkplätze, die allerdings am Wochenende
manchmal knapp werden. Busse bis 12 Meter Länge dürfen
ebenfalls bis hierher fahren. Wer auch werktags Zeit zum Wandern
hat, sollte die Wochenenden (vor allem in den Ferien) meiden; das
Gebiet ist bei Wanderern und Bergsteigern sehr beliebt.
Wir gehen nur ein kurzes Stück Richtung
Bosruckhütte und biegen an der ersten Brücke gleich
wieder rechts ab, Richtung „Ochsenwaldhütte“. Der
Wanderweg und die Alm sind sehr gut beschildert. Vorbei an der
kleinen Ochsenwaldalm (im Sommer bewirtschaftet) geht es in rund
einer halben Stunde zur Ochsenwald-Kapelle (sie erinnert mich unter
anderem an die alljährliche Wallfahrt von Spital am Pyhrn nach
Frauenberg); bis zu
den Arlingalmen sind es rund 45 Minuten, und nach einer Stunde
Gesamt-Gehzeit haben wir das erste Etappenziel, den Arlingsattel,
erreicht. Hier verlassen wir das Bundesland Oberösterreich und
setzen die Wanderung in der Steiermark fort.
Den Abhang Richtung Ardningalmen hinunter
(sehenswert an Wochenenden: das Almmuseum in der Pfarrerhütte!) führt ein
schmaler Wiesenweg. Schon von Weitem sehen wir das nächste
gelbe Schild an der Forststraße, das uns den Weg nach links
Richtung Bacheralm weist. Wir erreichen Sie nach einer knappen
Stunde, der Weg steigt bis hierher nur mäßig an und
fällt zur Alm hin sogar ein Stück ab. Auf ein
Getränk oder eine Almjause müssen wir jedoch verzichten,
denn die Bacheralm ist nur fallweise bewirtschaftet. Der
wunderschöne Ausblick auf die Gesäuseberge ist von hier
aus wirklich ein Erlebnis!
In weiterer Folge wandern wir auf einem schmalen
Steig etwa 15 Minuten bergauf, bis wir eine Hügelkuppe
erreichen. Von hier sind es zehn Minuten bis zum so genannten
„Pyhrgasgatterl“, wo wir wieder in das Bundesland
Oberösterreich zurück kehren. Am Pyhrgasgatterl sind drei
Gemeinden beteiligt: Hall, Ardning und Spital am Pyhrn — eine neue Tafel
weist darauf hin. Von hier aus könnte man nach Hall absteigen
oder den Großen Pyhrgas (2.244 Meter Seehöhe) erklimmen.
Wir entscheiden uns für eine dritte Variante und halten uns
links Richtung Rohrauerhaus, welches wir nach gerade einmal
fünf Minuten erreichen. Obwohl die Natufreundehütte bis
31. Oktober bewirtschaftet ist, kehren wir nicht ein, sondern
setzen unseren Weg ins Tal fort. Nach rund 35 Minuten auf der
Forststraße (man könnte auch einen Wanderweg nehmen),
sind wir wieder bei der Bosruckhütte bzw. kurz darauf beim
Ausgangspunkt unserer Wanderung angelangt.