Ausgangspunkt unserer Wanderung ist der
Gleinkersee (806 m) Die Dümlerhütte kann man von hier aus
durch den Seegraben in 1,5 Stunden erreichen. Besonders bei
großer Hitze ist dieser schattige Aufstieg zu empfehlen.
Allerdings geht es über größere Steine stetig
bergauf und es empfiehlt sich für den Rückweg Stöcke
mitzunehmen.
Wir suchen uns erst mal auf dem großen
Parkplatz ein schattiges Plätzchen für unser Auto, dann
gehen wir rechts am See entlang. Wir genießen die
Morgenstimmung am glitzernden See und sehen einigen Fischern beim
Angeln zu. Es verspricht ein heißer Tag zu werden und so sind
wir froh, durch den schattigen Seegraben aufsteigen zu können.
Rechts vom Gleinkersee Rundweg geht es beim Hinweisschild "Michael
Kniewasser Steig, Seespitz" auch zur Dümlerhütte hinauf.
Nach einer halben Stunde Weg durch dschungelartigen Wald
öffnet sich ein herrlicher Blick auf den unter uns liegenden
See mit Sicht auf den Radingberg und das dahinter liegende
Sengsengebirge.
Eine Familie mit vier Kindern macht gerade eine
Frühstückspause und fragt uns, wie lange man noch gehen
muss. Viel später treffen wir uns auf der Hütte wieder.
Rechts und links findet man vereinzelt den Deutschen Enzian und den
Schwalbenwurz-Enzian. Auch die ersten Zyklamen und viele andere uns
unbekannte Blumen wachsen am Wegrand. Vorsicht an der Wegkreuzung
Seespitz, Weg Nr. 292, hier gabelt sich der Weg zur
Dümlerhütte, Weg Nr. 299.
Von weitem hören wir die Glocken der Kühe die sich
zwischen Bäumen und kleineren Felsen ihr Futter suchen. Immer
wieder steigen wir über Gatter, die die Rinder vor dem
Weglaufen schützen sollen. Auf einem kleinen sonnigen
Waldboden steht links die Zick Alm. Hier geht es rechts weiter und
nach 15 Minuten können wir durch Lärchenbäume und
Wildstauden die Dümlerhütte sehen.
Hier oben bläst trotz Sonnenschein ein kalter Wind. Nachdem
wir uns trockene Sachen angezogen haben genießen wir erst mal
den schönen Blick zur Roten Wand (1.872 m) und zum Gr. Pyhrgas
(2.244 m) mit Scheiblingstein (2.197 m) im Hintergrund. Ein
spritziger Most und Bertas Spezialität, die Innviertler
überbackenen Knödel, sowie Apfelstrudel und Kaffee als
Abschluss machen den Aufstieg zu der Dümlerhütte zum
weiteren Erlebnis. Bei dem schönen Wetter sind auch Gäste
aus Hamburg und viele Einheimische anzutreffen.
Ein neues Highlight bietet ab diesem Jahr die
Dümlerhütte ihren kleinen Gästen. Die wahrscheinlich
höchstgelegene Alpenhütten-Kegelbahn macht Jung und Alt
viel Spaß. Viele Wanderer kommen vom Warscheneck (2.388 m) und
der Roten Wand und schwärmen von der heutigen Aussicht bis hin
zum Großglockner. Wir nehmen aber zurück wieder den Weg
durch den Seegraben. Dankbar bin ich für meine Stöcke die
ich mitgenommen habe, denn abwärts ist eine Stütze durch
den Seegraben gut zu gebrauchen.