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LAVENDEL, DER BLAUE
ALLESKÖNNER
Er sieht hübsch aus, duftet
herrlich, beruhigt und entspannt. Außerdem vertreibt er Motten
und taugt sogar als Gewürz. Kein Wunder, dass der Lavendel zur
Heilpflanze des Jahres 2008 gekürt wurde.
Lavendel besitzt die seltene Gabe, sowohl zu
beruhigen als auch gleichzeitig zu erfrischen und zu
neuer Energie zu verhelfen.
Schon die Römer verwendeten das
blaue Kraut vor dem Beginn der Schlacht, um sich zu stärken,
aber auch zu beruhigen.
Doch der Lavendel hilft nicht nur bei
schwachen Nerven, sondern beruhigt auch den Magen,
wirkt harntreibend, antiseptisch und
krampflösend.
Seine Anwendung empfiehlt sich bei
Einschlafstörungen, Magenbeschwerden, Kopfschmerzen und
Nervosität — deshalb wird er im Volksmund auch
„Nervenkräutlein“ genannt.
Da der Gehalt an ätherischen Ölen im
Lavendel am Morgen am höchsten ist, sollte er geerntet werden,
bevor die ersten Sonnenstrahlen auf die Pflanze scheinen.
ANWENDUNGSTIPPS
Lavendelbad: 100 g Blüten mit zwei
Liter kochendem Wasser überbrühen und abseihen. Dann
abgekühlt dem Bad zugeben (reicht für ein Vollbad).
Tee als Einschlafhilfe: Einen
Viertelliter kochendes Wasser auf zwei gehäufte TL
Lavendelblüten geben. Zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen,
dann langsam trinken.
Kräuterkissen: Lavendelblüten,
Melissenblätter und Hopfenzapfen in ein Säckchen geben
und unter das Kopfkissen legen, der Duft wirkt beruhigend.
Gegen Erschöpfung: Einige Tropfen
Lavendelöl in eine Schale mit Wasser geben und verdunsten
lassen.
Ätherisches Lavendelöl bei
Akne: Fünf Tropfen ätherisches Öl mit zwei EL
Oliven- oder Mandelöl vermischen und täglich zwei Mal auf
die entzündete Hautstelle auftupfen.
Lavendel gegen Insekten: Lavendel als
Sträußchen oder in ein Leinensäckchen verpackt in
den Kleiderschrank legen, riecht gut und schützt vor
Motten.
Quelle: OÖN vom
20.02.2008
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