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EHEMALIGE
KLOSTERKIRCHE
Dem Bau der gotischen Pfarrkirche aus dem
15. Jahrhundert sind bereits mehrere vorromanische und romanische
Bauphasen vorausgegangen. Die ehemalige Klosterkirche von Mondsee
zählt zu den größten Baudenkmälern
Österreichs. Im Bereich der ersten vier Kirchenjoche des
dreischiffigen Innenraumes ist der ursprüngliche
hallenartige Charakter der Kirche noch erhalten, während in
die vorderen Seitenschiffe barocke Gewölbe eingezogen wurden.
Das heutige Mansardendach erhielt die Kirche nach einem Brand in
der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts, dabei mussten die oberen
Fenster des Mittelschiffes zugemauert werden.
Von der ursprünglich gotischen Innenausstattung ist nur
mehr das spätgotische Sakristeiportal erhalten. Der
frühbarocke Hochaltar stammt vom Hans Waldburger, 7
Altäre sind Werke des berühmten spätbarocken
Mondseer Klosterbildhauers, Meinrad Guggenbichler und sein Nachfolger Anton Koch
wurde mit der Errichtung von 4 weiteren Altären
beauftragt.
An den Kirchenwänden befinden sich zahlreiche Grabsteine
von verstorbenen Äbten, darunter auch jener von Abt
Benedikt Eck, der den Bau der gotischen Kirche in Auftrag gegeben
hatte. Die markante Doppelturmfassade der Kirche ließ
Mitte des 18. Jahrhunderts der vorletzte Abt des ehemaligen Benediktiner-Klosters
Mondsee, Bernard Lidl, erbauen.
2005 erhielt die Pfarrkirche von Mondsee den Ehrentitel einer
päpstlichen Basilica minor. Der Papst kann diesen Titel
einer besonders bedeutenden Kirche verleihen, völlig
unabhängig vom Baustil. Erkennbar ist eine Basilica minor an
dem angebrachten Papstwappen über dem Portal oder an einer
anderen markanten Stelle der Kirche. In Österreich tragen 27
Kirchen diesen Ehrentitel, der Titel einer Basilica major, der
einer noch höheren Auszeichnung entspricht, wurde weltweit
übrigens nur 7 Mal vergeben.
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