Diese kleine Rundwanderung führt entlang
von liebevoll gestalteten Märchentafeln von der Schnifner
Bergbahn zum Dünser Älpele und wieder zurück.
Gebirge: Bregenzerwaldgebirge
Talort: Satteins (495 m), Schlins (502
m), Bludesch (533 m), Thüringen (573 m)
Besonderheit: Das Dünser
Älpele liegt wie auf einem Sonnenbalkon, hoch über dem
Walgau, neben einem markanten Fernsehturm. Die Aussicht zu den
Rätikonbergen und bis in die Silvretta ist gewaltig. Durch die
leichte Erreichbarkeit ist die Alpe eine der wichtigsten
Treffpunkte der Umgebung. Besonders schön ist es am Abend.
Viele Biker nützen dies und strampeln nach Beendigung der
Arbeit noch „schnell“ hoch. Da im Sommer der Landbus
Linie 75a von Nenzing bis zum Dünser Älpele fährt
bietet es sich an, hier zu starten und zuerst zur Bergstation der
Bergbahn hinabzu- wandern. Dann folgt man dem oben beschriebenen
Weg wieder zurück zum Ausgangspunkt. Entlang dieser
Wanderrunde laden 13 liebevoll gestaltete Märchentafeln zum
Stehen bleiben und Vorlesen ein. Dies und der geringe
Höhenunterschied machen diese Runde vor allem mit kleinen
Kindern interessant.
Äußere Alpila Alpe 1.531
m Die Alpe liegt auf einem sonnigen Rücken, der vom
Kopf westlich des Hochgerach herabzieht. Der Sagenwanderweg
führt direkt bei der Alpe vorbei. Früher war sie eine
Kuhalpe, jetzt ist sie mit Jungvieh besetzt.
Zeitraum der Bewirtschaftung: Mitte Juni bis
Mitte September
Verpflegung für Wanderer: Getränke, Jause
Innere Alpila Alpe 1.562 m
Die auch Thüringerberger Alpila genannte Alpe liegt in bester
Lage unter dem Hüttenkopf. Die Aussicht reicht von den
Schweizer Bergen über den Rätikon bis in die Silvretta.
Die Alpe wird als Bioalpe geführt.
Zeitraum der Bewirtschaftung: Anfang Juni bis
Anfang September
Verpflegung für Wanderer: Getränke, Jause
Dünser Älpele 1.558 m
Neben der tollen Aussicht begeistert die Schnifner
Käspressknödelsuppe die Besucher der Alpe. Wer dieses
Wort nicht aussprechen kann, muss halt mit dem Finger auf der
Speisekarte seinen Wunsch äußern.
Zeitraum der Bewirtschaftung: Anfang Juni bis
Mitte September, Bewirtung Pfingsten bis Ende Oktober (Montag
Ruhetag)
Verpflegung für Wanderer:Getränke, Milch, Brote,
Kuchen;
VARIANTE: Thüringerberger Alpila
Alpe (1.562 m) Ausgangspunkt:
Thüringerberg (877 m) Gehzeit: 5 1/2 Stunden Höhenunterschied: 700 Hm mittel Schwierigkeit: mittel
Diese Variante ist eher als Alternative zu
bezeichnen, die sich anbietet, wenn man es ruhiger haben will. Der
Anstieg beginnt in Thüringerberg und führt über den
Güterweg, der am westlichen Dorfende beginnt (siehe oben). Zur
Äußeren Alpila Alpe zu wandern erfordert aber einen
weiteren Anstieg von etwa 300 Höhenmetern auf den Goppes
(1.845 m). Nimmt man das auf sich, stattet man am besten dem
Hochgerach noch einen Besuch ab, denn dafür braucht man von
hier nur mehr 20 Minuten. Früher gab es eine direkte
Verbindung zwischen der Inneren und der Äußeren Alpila
Alpe. Dieser Weg ist aber nur mehr für Ortskenner auffindbar.
Derzeit wird über eine Wiedererrichtung nachgedacht.
GIPFELERGÄNZUNG:
Hoch Gerach (1.985 m) Ausgangspunkt:
Äußere Alpila Alpe (1.531 m) Gehzeit: + 2 Stunden Höhenunterschied: + 450 Hm leicht
Der „Gerach“ bietet einen Rundblick
vom Bodensee über Laternsertal, Rheintal, Walgau und ins
Montafon. Kurz vor der Alpe beginnt der Wanderweg, der zuerst nach
Norden ins Alpkar und dann nach rechts auf eine Schulter beim
Goppeskopf (1.845 m) führt. Entlang eines Rückens
erreicht man zuletzt etwas felsig das Gipfelkreuz. Dann geht es
ohne viel Höhenunterschied nach Nordwesten zum Laternser
Kreuz. Von hier muss man etwa 200 Höhenmeter den Grat entlang
steil hinab. Dann wird der Grat sehr ausgesetzt und sehr
anspruchsvoll (alpine, ungesicherte Variante). Leichter ist die
Umgehung auf der linken Seite, wobei man dadurch etwas zu tief
gerät und wieder ein paar Meter zu einer Schulter aufsteigen
muss. Hier treffen sich die beiden Wege wieder und durch ein
kleines Kar gelangt man zum Hinterjoch (1.614 m), das einen
Übergang ins Laternsertal darstellt. Nun geht es auf einem
Güterweg zum Fernsehturm und damit zum oben beschriebenen
Weg.
Quelle: Wanderführer "Alpwandern in
Vorarlberg" von Rudolf Mayerhofer, Löwenzahn Verlag