Vom Parkplatz Johannishof kurz nach dem
Ortszentrum Hinterstoder (ca. 600 m) beginnt die Wanderung um 9.15
Uhr Richtung Polsterlucke (640 m). Für diese Strecke, die ich
heute zum ersten Mal gehe, brauche ich 40 Minuten. Um 9.55 Uhr
geht's dann weiter hinauf. Um 10.45 Uhr bin ich beim sogenannten
"Au Weh Bankerl". Nach einer Jausenpause gehe ich um 11 Uhr weiter
und komme um 11:40 mit zwei großen Holzscheitern, die ich bei
der Seilbahnstütze oberhalb der Märchenwiese aufgeladen
habe, am Prielschutzhaus (1420 m) an (bis hierher Wanderweg Nr.
201). Hier bleibe ich über Nacht.
Um zwei Uhr piepst die Armbanduhr und die Wanderung geht weiter. Da
ab der Hütte noch überall Schnee liegt (Ende Mai),
brauche ich nur in den alten Spuren zu marschieren (Wanderweg Nr.
260). Ich kann mich mit der Stirnlampe sehr gut orientieren. Das
Wetter scheint, wenn man den herrlichen Sternenhimmel betrachtet,
ganz sicher nicht schlecht zu werden. Es herrscht eine leichte
Fönwetterlage, sodass die Temperatur, ich schätze etwa
zehn Grad, sehr angenehm ist. Um fünf Uhr bin ich dann auf der
Brotfallscharte (2310 m). Jetzt muss ich etwas Gas geben, denn ich
will bei Sonnenaufgang am Gipfel sein.
Kurz bevor ich den Gipfel erreiche, geht dann
hinter dem Gipfelkreuz die Sonne auf. Ich bin von der
Schönheit der Natur überwältigt. Schließlich
stehe ich um 5.30 Uhr am Gipfel. Bis um sieben Uhr genieße ich
die Gipfelrast. Von 7.00 Uhr bis 8.30 Uhr dauert der Abstieg im
Schnee zum Prielschutzhaus. Die einzige Schwierigkeit ist dabei die
relativ steile Brotfallscharte. Da der Schnee durch den
Sonneneinfall sehr weich wird, muss man aufpassen, dass man nicht
ausrutscht und mit einem Schneebrett abfährt. Nach einer
ausgiebigen Rast gehe ich um 12.30 Uhr in genau einer Stunde zur
Polsterlucke hinunter. Beim Auto am Parkplatz komme ich nach einer
wunderschönen Bergtour um 14.05 Uhr an.