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Nachtaufstieg auf den Großen Priel

Sonnenuntergang © Pyhrn Priel DMC-Franz Sieghartsleitner

NACHTAUFSTIEG AUF DEN GROSSEN PRIEL (2.515 m)

Um 20.45 Uhr starten wir bei der Materialseilbahn (640 m). Wir sind mit dem Auto in die Polsterlucke gefahren, um eventuell bis 22.00 Uhr das Prielschutzhaus zu erreichen (auf dem Weg Nr. 201). Wir kommen mit unseren Stirn- und Taschenlampen gut voran. Das Wetter ist ideal zum Wandern. Eine angenehme, kühle Brise Wind erleichtert uns das Gehen. Um 21.45 Uhr sind wir beim "Au Weh Bankerl", und doch etwas später als erwartet erreichen wir um 22.20 Uhr das Prielschutzhaus (1.422 m).

Um 23.20 Uhr geht’s von der Hütte (auf dem Weg Nr. 201 und anschließend Nr. 260) weiter aufwärts. Den Weg zu finden ist kein Problem, da uns auch der Mond ein wenig leuchtet. Immer wieder sagen wir, es könnte am Tag nicht angenehmer sein zu gehen als jetzt in der Nacht. Weiter oben im Kessel verlieren wir dann doch die Wegmarkierung. Dies ist aber kein Problem, da es ja nur eine Möglichkeit gibt, zur Brotfallscharte zu gelangen, und diese hebt sich vom Nachthimmel wunderbar ab. Kurz vor dem Schneefeld unter der Brotfallscharte haben wir die Markierung wieder gefunden. Vorher war das Gehen im Geröll nicht mehr so angenehm – zwei Schritte vorwärts und einen zurück.

Hier beschließen wir unser Nachtlager aufzuschlagen (ca. 2.100 m). Die einzig halbwegs ebenen Flecken finden wir am Weg. So räumen wir noch einige Steine zur Seite und machen es uns mitten am Weg in unseren Schlafsäcken "gemütlich". Die Nacht ist kühl und sternenklar. Einige Male werde ich wach und will, obwohl wir vor hatten, bald weiterzugehen, nicht aus dem angenehm warmen Schlafsack heraus. Um 6.30 Uhr brechen wir unser Nachtlager ab und steigen über das Schneefeld und die Brotfallscharte hinauf (7.20 Uhr). Den Sonnenaufgang am Gipfel erleben wir aber leider nicht, da wir etwas zu spät dran sind. Nun gut, auch so ist es herrlich, etwa 100 Meter unter dem Gipfel, den Sonnenaufgang zu beobachten (7.30 Uhr). Die Steine färben sich von blassrosa bis orange – ein wunderbares Schauspiel der Natur. Um 8.15 Uhr stehen wir dann bei einer herrlichen Fernsicht auf dem Gipfel.

Nach einer kräftigen Jause geht's um 9.30 Uhr wieder auf dem Normalweg hinunter zum Prielschutzhaus. Beim Schlafplatz gehen wir um 10.30 Uhr vorbei und bei der Hütte sind wir um 11.25 Uhr. Von 13.30 Uhr bis 14.30 Uhr gehen wir hinunter zum Auto.

Bilder von dieser Tour und den vollständigen Artikel inklusive Höhenprofil finden Sie auf Walters Bergwelt!

Urheberrecht: Walter Plattner, Walters Bergwelt

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  TOURENWETTER  
  am 21.11.08 | Quelle: wetter.at | Stand: 21.11.08, 10:30  
 
 
 
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  NACHTAUFSTIEG AUF DEN GROßEN PRIEL  
 
 

Eckdaten:

Ausgangspunkt: Polsterlucke - Materialseilbahn
Zielpunkt: Großer Priel (2.515 m)
Wegnummer: 601, 260

Schwierigkeit: Schwierigkeitsstufe schwarz (schwer)

Begehbar in folgenden Monaten:

April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober

Ausrüstung:

gute Wanderausrüstung, feste Bergschuhe, Wetterschutz, Ausrüstung zum Biwakieren

Wegbeschaffenheit:

Schotter, Fels/ Geröll

Anfahrt:

von Hinterstoder in die Polsterlucke

Quelle/Autor:

Walter Plattner

Weitere Literatur:

WK 5501

Copyright der dargestellten Karte:

f&b cartography © FREYTAG-BERNDT u. ARTARIA KG, 1230 VIENNA, AUSTRIA, EUROPE
 

 
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