Die Gudenushöhle unterhalb der
Burg Hartenstein in Albrechtsberg (westlich von Krems) ist einer
der ältesten steinzeitlichen Besiedelungsorte
Mitteleuropas und war ständige Wohnstatt einer Gruppe von
Neandertalern. Die zum Teil aus Marmor bestehende, 22 m lange
Durchgangshöhle, liegt etwa 8 m über dem Flussbett
der Kleinen Krems.
Die Funde aus der Höhle lassen sich im Wesentlichen auf 2
Besiedlungsepochen rückdatieren. Die etwa 70.000 Jahre
zurückliegende Untere Kulturschicht erbrachte Funde von
Faustkeilen und Tierknochen. Aus der Oberen Kulturschicht,
dem Magdalénien (20.000 — 10.000 v. Chr.), stammen die
bedeutensten Fundstücke aus der Gudenushöhle. Es sind
dies eine Knochenpfeife, übrigens das älteste
Musikinstrument Österreichs, und ein Adlerknochen mit
einem eingeritzten Rentierkopf. Zu sehen sind diese Fundstücke
im Naturhistorischen Museum in Wien.
Unmittelbar neben der Höhle befindet sich ein geologischer
Lehrpfad, der in 9 Stationen Einblick in die Gebirgsbildung und
den geologischen Aufbau des Waldviertels bietet.