|
FILIGRANES SCHLOSS IM
STIL DES ROMANTISCHEN HISTORISMUS
Erste Ansiedelungen gab es
in Grafenegg bereits Ende des 13. Jahrhunderts. Die vielen
wechselnden Besitzer erweiterten das Anwesen im Laufe der
Jahrhunderte bis Anfang des 17. Jahrhunderts ein Schloss im Stil
der Renaissance erbaut wurde.
In der 1. Hälfte des 19.
Jahrhunderts wurde das Schloss schließlich im Stil des
romantischen Historismus umgebaut. Auftraggeber war August
Ferdinand Graf Breuner, Baumeister der Wiener Leopold Ernst.
Als Vorbild dienten englische Schlösser und so erhielt die
vierflügelige Anlage das filigrane Aussehen, das der
Tudorgotik entspricht. Die neugotische Kapelle mit dem
spätgotischen Flügelaltar gilt als besonderes
Schmuckstück.
Im Inneren präsentiert sich das Schloss
überaus prunkvoll weitgehend im Stil der
Neorenaissance. Die meisten dieser Räume können nach
Voranmeldung bei einer Führung auch besichtigt werden. Der
heutige Besitzer der Schlossanlage Grafenegg ist Tassilo
Metternich-Sándor.
|