Von der Hochwurzenhütte führt,
ähnlich dem Planai-Höhenweg, eine Überschreitung
über den von der Hochwurzen nach Süden ziehenden
Kammverlauf bis zur Ignaz-Mattis-Hütte am Giglachsee. Eine
Wanderung durch großartige Hochgebirgslandschaft, die
über mehrere Gipfel führt und neben Ausdauer auch gute
Ausrüstung und Trittsicherheit verlangt.
Vom Parkplatz der Hochwurzen führt Weg Nr. 60 zunächst
über die Kleine Wurzen in den Hüttecksattel. Über
den dicht bewaldeten Kammverlauf führt der Steig schon nach
wenigen Minuten über den neu angelegten Weg auf den
langgezogenen Grasrücken des Rossfeldes hinauf. Von diesem
leicht erreichbaren Aussichtsberg gelangt man in südlicher
Richtung absteigend in die Senke des Latterfußsattels mit
Wegweiser für mehrere Abzweigungen.
Den weiteren Wegverlauf bildet der aus dem Obertal kommende Weg Nr.
773, der nun aus dem Sattel durch einen mit vielen Zirben
durchsetzten Kampfzonenwald auf den beliebten Aussichtsgipfel der
Guschen hinaufführt.
Nun beginnt der hochalpine Charakter des Weges. Vom Gipfelkreuz der
Guschen führt der Weg zunächst über den
Schneidergipfel und über die Westflanken des Hochfeldes und
der markanten Erhebung des Schiedecks, 2339 m. Ein kurzer Anstieg,
bietet den Besuch dieses schönen Gipfels an. Zwei nun folgende
Bergseen, der Klammsee und der Brettersee, sowie die mit ihrer
Ostwand zugeneigte Kampspitze, mit den kühn geformten
Kampzähnen, sind das Kernstück dieses großartigen
Weges.
Den Schluss bilden viele kleine Serpentinen, die sich über
einen Steilhang zur Ignaz-Mattis-Hütte hinab schlängeln.
Diese Hütte ist mit ihrer Höhenlage von 1986 m einer der
höchstgelegenen Stützpunkte in den Schladminger
Tauern.