Von der Mündung in die Enns bis zu den
Quellen an den Flanken der Schladminger Tauern — und
vielleicht sogar darüber hinaus — wollen wir Sie zu den
Entstehungsorten der „Wilden Wasser“ in
Rohrmoos-Untertal begleiten.
An insgesamt 14 Stationen erzählen die Menschen des Untertales
von „ihrem“ Tal: Spektakuläres und Verborgenes,
Lebens- und Arbeitsweisen, Typisches und einfache G´schichten
— all das finden Sie am Talbach
„aufgefädelt“.
Der Alpinsteig „Wilde Wasser“ verläuft entlang des
Untertales am Talbach entlang, beginnend in Schladming am
Kraiter-Parkplatz. Durch die Talbachklamm aufwärts, gelangen
Sie in den Ort Untertal, wo Sie der Weg weiter ins gleichnamige Tal
begleitet.
Der Wanderweg „Wilde Wasser“ in Rohrmoos-Untertal ist
für Familien, für geübte Wanderer und auch für
weniger trittsichere Menschen gut begehbar. Auf den 12 Kilometern
zwischen Schladming und dem Riesach-Wasserfall gibt es vier
Einstiegsstationen, die eine individuelle Routenwahl
ermöglichen:
• das Feuerwehrdepot in
Untertal-Dorf
• die Hinkerbrücke
• die Waldhäuslalm und
• die Weiße-Wand-Alm
Mehrere Einkehrmöglichkeiten laden Sie zum
Pausieren ein. Wenn Sie möchten, können Sie den
Rückweg per Bus antreten.
HÖLLENSTEIG:
RIESACH WASSERFALLWEG ZUM RIESACHSEE UND GFÖLLER
ALM
Vom Seeleiten Wegkreuz entlang des Wasserfalles
bis zur oberen Brücke. Nach der Brücke entweder geradeaus
zum Forstweg und auf diesem ca. 40 Min. bergauf bis zur
Gföller Alm, oder am neu erbauten Alpinsteig durch die
"Höll" zur Gföllner Alm. Bei der Brücke beginnt der
steile Anstieg zur bereits sichtbaren Seil-Hängebrücke
über die Schlucht. Das ist sicher für die meisten
Wanderer ein aufregendes Erlebnis - nicht für Kinder unter 8
Jahren geeignet. Ca. 35 m weit überspannt die Seilbrücke
den Talbach.
Danach geht es meist am Bachlauf weiter
über viele steile Treppen und Stiegen - gut versichert und so
angelegt, dass man dem Verlauf des wilden Wassers folgt. Hier ist
die Natur unberührt: Wasser, Sturm und Schneedruck lassen die
Bäume in den Bach stürzen, dort werden sie
übereinander geschoben, verkeilen sich, werden freigeschwemmt
... es ist ein ewiger Kreislauf. Zwei schöne Plattformen
direkt über dem Bach lassen gut erkennen, wie sich das Wasser
in die Felsen fräst. Hohe, glatte, fast senkrechte
Felswände sind vom Wasser überronnen. Ein schöner
Durchblick bachaufwärts lässt einmal sogar den Gipfel der
Hochwildstelle sichtbar werden. Mit einem Wort: es gibt viel zu
sehen auf diesem Schluchtsteig durch die Höll. Zuletzt
führt dann eine hohe Leiter steil hinauf zum Ausstieg bei der
gemütlichen Oberen Gföller Alm, einer traditionsreichen
Almhütte, mit Schindeldach und Rauchkuchl, malerisch an einen
Felsen geschmiegt und mit einer schönen Sonnenterrasse. Nur
ein paar Schritte weiter und man steht vor dem Kessel mit dem
tiefgrünen Riesachsee in 1.388 m SH. Eingerahmt wird er von
dunklem Wald einerseits, andererseits von den hohen Bergflanken des
Höchstein und der Hochwildstelle. In ein paar Minuten ist man
am See, kann die heißgelaufenen Füße kühlen und
die Landschaft genießen. Der Rückweg sollte
vernünftigerweise am Forstweg erfolgen.