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WANDERUNG IM
NATIONALPARK THAYATAL
Diese Wanderung durch das tief eingeschnittene
Durchbruchstal der Thaya ist wegen ihres hohen landschaftlichen Reizes
besonders beeindruckend. Es muss jedoch unbedingt
berücksichtigt werden, dass der Weg stellenweise einiges an
Klettergeschick erfordert, bei Hochwasser können einzelne
Abschnitte sogar überflutet sein.
Die Wanderung nimmt ihren Ausgang direkt an der
Thayabrücke. Zunächst folgt der Weg der Thaya bis zum
Gabrielensteig, der ziemlich steil nach oben führt. Nachdem
man den Steilhang bewältigt hat, folgt man dem Weg bis zur
Weggabelung. Hier biegt man rechts ab. Nach der Kreuzung mit dem
Fahrweg, folgt man dem Weg hinunter zum Ende des Ochsengraben. Nach
dem Überqueren der Unteren Bärmühlwiese beginnt die
schwierigste Wegstrecke. Auf dem schmalen steinigen Weg ist
Trittsicherheit und gutes Schuhwerk erforderlich. Der Weg
verläuft direkt neben dem Fluss unter Resten von
Lindenurwäldern. Auch die Eiben, die Sie vereinzelt entdecken
können, sind hier heimisch. Bei den ersten Fischerhütten
biegt man schließlich rechts ab und es geht bergauf zum so
genannten Überstieg.
Hier umrundet die Thaya ein ganzes Felsmassiv,
der Wanderer kürzt jedoch die Strecke ab und spart sich dabei
eine Stunde Gehzeit. Belohnt werden Sie nach dem Anstieg mit einem
eindrucksvollen Blick über das tief eingeschnittene Flusstal
der Thaya. Zunächst ist man hier etwas orientierungslos, weil
der Fluss mit seinen engen Schlingen zwei gegenüberliegende
Umlaufberge bildet. Mit Hilfe der Wanderkarte kann man sich aber
rasch Klarheit über die Himmelsrichtungen verschaffen.
Ungefähr 1,3 Kilometer flussaufwärts auf tschechischer
Seite ist die Ruine Neuhäusl zu erkennen. Auf den
Felshöhen tritt aufgrund der geringen Bodenauflage der Wald
zurück, hier sind artenreiche Trockenrasen ausgebildet. Neben
der seltenen Bunten Schwertlilie findet in den Spalten zwischen den
Steinen auch die Smaragdeidechse ihren Lebensraum.
Nachdem Sie den Überstieg hinter sich
gelassen haben, folgen Sie dem gut ausgebauten Weg, an den
Fischerhütten vorbei flussabwärts, bis zum Kajabach. Zur
großen Verwunderung ist hier abermals die Ruine Neuhäusl
zu sehen. Der Weg führt nun durch das romantische Schluchttal
des Kajabaches mit seinem wilden und natürlichen Bachverlauf
bis zur Ruine Kaja, der alten Grenzbefestigung, die seit dem 17.
Jahrhundert dem Verfall überlassen wurde. Erst in den
70er-Jahren wurden, durch hohes privates Engagement, Teile der
Burgruine restauriert. Wenn Sie Glück haben, ist die Ruine
geöffnet und Sie können sie besichtigen. Von der
Burgruine Kaja gelangen Sie über die Straße nach
Merkersdorf. Der Rückweg erfolgt über die Straße und
den Kirchensteig nach Hardegg.
Quelle: www.np-thayatal.at
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