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IM FRÜHSOMMER
LIEGEN NOCH SCHNEEFELDER
Dieser Übergang ist das Mittelstück
der großen Schladming-Tauern-Durchquerung und zu gleich ein
Teilstück des Weitwanderweges. Weg Nr. 702 führt von der
Gollinghütte gemeinsam mit Weg Nr. 778 bei vorerst geringer
Steigung bis zum Talschluss in den so genannten Gollingwinkel.
Diese kleine reizvolle Almweide mit vielen
Quellenaustritten wird von der düsteren, 1200 m hohen
Gollingnordwand beherrscht. Vom hintersten Winkel dieses
Götterplatzes rechts ansteigend, windet sich der Steig in
vielen Kehren durch die steile Schutthalde zur Gollingscharte
hinauf, 2326 m. Von hier führt Weg Nr. 778 auf den
Hochgolling.
Jenseits der Gollingscharte erfolgt ein vorerst
steiler Abstieg in den hintersten Göriachwinkel, bis ein
rechts abzweigender Weg zur Landwierseehütte führt. Von
dieser Hütte leitet der Weg gemeinsam mit Weg 774 in mehreren
Windungen über einen Steilhang zur Trockenbrotscharte
empor.
Variante: Ein kurzes Stück nach der
Gollingscharte führt ein Steig auf einer Terrasse ohne viel
Höhenverlust zur Trockenbrotscharte. Dieses Wegstück ist
jedoch im Frühsommer wegen der Schneefelder nicht
ungefährlich.
Auf der Nordseite der Trockenbrotscharte
über teils gesicherten Steig abwärts, bis Weg 702 zur
Keinprechthütte nach links abzweigt (Weg Nr. 774 führt
von hier über die Neualm nach Obertal). Ohne wesentliche
Steigungen geht es nun entlang der Pietrach-Nordrampe bis zur
Abzweigung auf die Liegnitzhöhe. Von hier rechts haltend,
gelangt man über das obere Neualmkar im weiten Bogen unterhalb
der Brettspitze und der Zinkwand zur Keinprechthütte.
Für die Begehung dieses Überganges ist
wegen der steilen Schneefelder beiderseits der Gollingscharte und
der Trockenbrotscharte sowie bei der Benützung der
Abkürzung zwischen Gollingscharte und Trockenbrotscharte
Vorsicht geboten. Im Frühsommer wird daher die Mitnahme eines
Eispickels und eines leichten Sicherungsseiles empfohlen.
Quelle: Wanderführer Dachstein-Tauern.
Zusammengestellt von Toni Breitfuss, 7. Auflage 2003/2004
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