DIE KIRCHE DER
EUROPAGEMEINDE GROSSARL
Mit dem Bau der heutigen Pfarrkirche wurde 1770 begonnen, da
laut Pfarrchronik die bis dahin bestehende Kirche mit Ausnahme des
Turms 1769 von Pfarrvikar Philipps Anton Mayr abgetragen wurde. Es
entstand eine frühbarocke, einschiffige Hallenkirche.
Bauherr und Wohltäter der Kirche war Erzbischof Sigmund von
Schrattenbach, zu dessen Ehren später am Hochaltar eine
Sigmundsstatue aufgestellt wurde.
Der Altar mit den großen Heiligenfiguren ist ein Werk des
Meisters Plasisgang von Piding in Bayern.
Im Jahre 1806 wurde Großarl zwar zur Pfarrei erhoben, jedoch
wurde an Festtagen keine Messe gelesen. Die Menschen des
Großarltales mussten somit den Festgottesdienst in St. Veit
besuchen.
1858 wurde die Kirche den Heiligen Martin und Ulrich
geweiht und 1882 erfolgte der Einbau der Beichtstühle. Die
Orgel der Pfarrkirche wurde im Jahre 1892 von Bruder
Brauner erbaut, von Wilhelm Lux und Richard Petzny im August
aufgestellt und letztlich vom Orgelbaumeister Wilhelm Brauner
vollendet.
Eine Gedenktafel am Südportal der Kirche erinnert an den
gebürtigen Großarler Fürsterzbischof Ignatius
Rieder, der am 10.08.1881 in Großarl seine Primiz
feierte.
Der Pfarrhof wurde genau wie die Kirche im Jahre 1770
erbaut und steht heute unter Denkmalschutz. Besonders sehenswert
ist auch der steile Bergfriedhof, der in den Jahren 1996/97
erweitert wurde.