|
NATURERLEBNIS PUR IN
ZWEI IDYLLISCHEN SEITENTÄLERN
Das unmittelbar von Schladming zum Alpenhauptkamm
ziehende Tauerntal teilt sich ca. 3 km taleinwärts in
das Untertal und das Obertal. Während das Obertal von der
Gabelung in gerader Richtung zum Hauptkamm weiterstrebt, wendet
sich das Untertal nach Südosten und teilt sich bei bei der
Unteren Gfölleralm nochmals durch das direkt nach Süden
abzweigende Steinriesental. War es früher wegen der langen
Anmarschwege schwierig, in diese Täler vorzudringen,
führen jetzt bequeme Fahrstraßen zu den
eigentlichen Ausgangspunkten, sodass für die jeweilige
Wanderung viel mehr Zeit zur Verfügung steht.
|
|
DAS OBERTAL:
Einstmals Kerngebiet des Schladminger
Bergbaues, ist das
Obertal jetzt aus mehrfachen Gründen ein beliebtes Ziel
für den Wanderer: Es ist ein langes, sehr
abwechslungsreiches Tauerntal mit weiten Karen im hintersten
Talgrund. Mit Alpenblumen übersäte Almböden,
funkelnden Bergseen und kühn geformten Gipfeln
vermittelt das Obertal das Bild einer unberührten
Gebirgslandschaft, die immer wieder lockt. Man begegnet oft den
Spuren einer bis weit in das Mittelalter zurück reichenden
Bergbautätigkeit. Welche Probleme einst beim
Zugang zu diesen abgeschiedenen Arbeitsplätzen und beim
Abtransport des geförderten Erzes zu lösen waren,
lässt sich erahnen, wenn man heute dieses Gebiet
durchwandert.
Die Zufahrt in das Obertal erfolgt über die
Landesstraße Rohrmoos-Untertal. Kurz nach der Ortschaft
Untertal zweigt die Gemeindestraße in das Obertal rechts ab
und führt - anfangs ein kurzes Stück stärker
ansteigend - bis Hopfriesen, 13 km. Im Sommer wird ein
Autobuslinienverkehr Schladming — Hopfriesen
geführt.
Quelle: Wanderführer Dachstein-Tauern, zusammengestellt von
Toni Breitfuß, 7. Auflage 2003/2004
|