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ÜBER DIE
GOLLINGHÜTTE ZUR PREINTALERHÜTTE
Unmittelbar nach der Gollinghütte wird der
Steinriesenbach überquert. In vielen großen Serpentinen
führt nun der Weg Nr. 702 stets ansteigend, teilweise mit
Sicherungsseilen versehen, auf den Greifenberg.
Nach langem Aufstieg, umrahmt von den Flanken
der umliegenden Berge, erreichen wir in ca. 2400 m Höhe eine
kleine Anhöhe. Hier öffnet sich nun unser Blickfeld nach
allen Seiten. Vor uns liegt in einer kleinen Senke der
Greifenbergsee und wir erblicken erstmals das Gipfelkreuz des
Greifenberg (2.618 m).
Die letzten 150 bis 200 Höhenmeter
führt nun der Weg über Schnee bzw. Geröll und
Blocksteine zum Gipfel. Hier erwartet uns eine atemberaubende
Aussicht nach allen Seiten. Vor allem hat man von hier den besten
Blick in die eigentlichen Klafferkessel mit den vielen Seen und
Lacken.
Vom Greifenberg führt nun ein steiler
alpiner Steig teilweise mit Seilen versichert abwärts zur
oberen Klafferscharte. Jahreszeitlich bedingt verläuft nun der
Steig über Schnee bzw. Geröllfelder abwärts, bis ein
fast ebener Boden erreicht wird, das eigentliche Herzstück,
der Klafferkessel. Umrahmt von einer wilden Felsszenerie, stets
leicht steigend und fallend, windet sich der Weg vorbei an
unzähligen größeren und kleineren Seen und Lacken
bis zur unteren Klafferscharte.
Diese arktische Seenlandschaft, ein Relikt der
letzten Eiszeit mit ihren vielen kleinen und größeren
Seen, hat auch für Pflanzenliebhaber eine Überraschung
parat. Eine Vielzahl seltener und seltenster Moose und Flechten,
eine mannigfaltige Alpenflora, wie man sie sonst nur in
nördlichen Breitengraden vorfindet, prägen das Bild
dieser Urlandschaft.
Von der unteren Klafferscharte führt nun
der Steig in großen Schleifen abwärts zum
äußeren Lämmerkar, einer lieblichen Almlandschaft.
Nach dem Überqueren des Waldhornbaches folgt der Weg entlang
saftig grüner Bergmatten, bis wir die Preintalerhütte
erreichen.
Die Preintalerhütte bietet eine Reihe
weiterer Tourenmöglichkeiten. So kann man die Tour individuell
verlängern und man kann Gipfelziele, die nicht am Normalweg
liegen, in die Tour einbauen.
Hochwildstelle
:
Entlang des Höfersteiges bis zur Neualmscharte, weiter
über die kleine Wildstelle, Seewigscharte, den NW-Grat zum
Gipfel der Hochwildstelle in 2747 m. Abstieg über den
Südgrat zur Wildlochscharte und ins Trattenkar, wo ein Steig
wieder auf den Höhenweg 702 trifft. Hochalpine Erfahrung und
Trittsicherheit von Nöten.
Höhenweg zur
Planai:
Ab Preintalerhütte am Weg Nr. 779 vorbei an der Neualm
unterhalb der Sonntagkarhöhe und Krahbergzinken zur Planai.
Gehzeit ca. 6 Stunden. Bergstraße bzw. Seilbahn hinunter in
die Bergstadt Schladming.
Hans-Wödl-Hütte
:
Über die Neualmscharte Obersee am Weg Nr. 782 zur
Hans-Wödl-Hütte. Gehzeit ca. 4 Stunden. Abstieg zum
Steirischen Bodensee (Seewigtal). AIternativvariante über die
Kaltenbachschulter ev. Aufstieg zum Höchstein Filzscharte am
Weg Nr. 781 zur Hans-Wödl-Hütte.
Hauser
Kaibling:
Kaltenbachschulter — Seeschartl Kaiblingalm zur
Krummholzhütte (Weg Nr. 781 und 780). Seilbahn ab Hauser
Kaibling hinunter nach Haus im Ennstal
HINWEIS: Dies ist
die KÖNIGSTOUR in den Schladminger Tauern!
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