Die heutige Pfarrkirche von Windischgarsten, welche dem Hl. Jakob
gewidmet ist, wurde 1462 durch Bischof Sigismund von Passau
geweiht.
Spätgotische Bauelemente finden sich nur mehr im
Presbyterium und im Ende des 15. Jahrhunderts errichteten Turm.
Barock und Renaissance hinterließen kaum
bauliche Spuren. Der Klassizismus spiegelt sich im von 1809
- 1823 dauernden großen Umbau wider. Die drei gotischen
Mittelsäulen wurden entfernt, das Hauptschiff mit Wandpfeilern
eingewölbt und nach Westen verlängert. Mitte des 19. Jh.
wurde die Marienkapelle angebaut. Der Turm erhielt Ende des 19. Jh.
seine heutige neugotische Form. Der Turm mit dem großen
goldenen Kreuz und dem Wetterhahn bilden seither das weithin
sichtbare Wahrzeichen von Windischgarsten.
Das Innere der Kirche ist geprägt vom Kontrast zwischen dem
gotischen Chor mit seinen Netzrippen und dem schlichten
klassizistischen Langhaus das ganz auf Farbigkeit verzichtet. Der
barocke Hochaltar besticht durch seine zahlreichen
würdevollen Heiligenfiguren. Die Seitenaltäre
stammen aus dem Stift Spital am Pyhrn und sind ausgezeichnete Werke
des Rokoko . Die Gemälde stammen aus der Werkstatt des
berühmten Malers "Kremser-Schmidt".
An der Innenwand des Hauptportals befindet sich das berühmte
"Schoiswohlkreuz". Anfang des 18. Jahrhunderts entstanden,
ist dieses Kreuz künstlerisch und auch handwerklich
einzigartig und ist wohl das schönste Schmiedeeisenkreuz
Österreichs.
Im Kirchenpark findet man noch einen Psalmenweg mit einer
seltenen Sammlung gusseiserner Kreuze.