Das Wasserscheibenschießen ist
eine Schützenveranstaltung, die auf der Welt wohl
einmalig ist. Der Ursprung des Preberschießens ist unbekannt.
Das erste Zeugnis ist eine Schießscheibe aus dem Jahre 1834,
welche im Lungauer Heimatmuseum Tamsweg zu besichtigen ist.
Es wird dabei nicht auf die Scheibe selbst, sondern auf deren
Spiegelbild bzw. auf einen fiktiven Punkt im Wasser gezielt
und geschossen. Die Entfernung beträgt 120 m. Vom Wasser wird
das Geschoss dermaßen abgelenkt, dass es - bei geschickter und
geübter Handhabung des Schützen - die am Festland
aufgestellte Zielscheibe trifft.
Ein zusätzlicher Reiz bei dieser Brauchtumsveranstaltung ist
sicherlich die herrliche Landschaft, denn der Prebersee
liegt eingebettet zwischen Wäldern und Almwiesen, auf 1500 m,
fernab von Industrie und Massentourismus. Das Schießen findet
alljährlich am letzten Ausgustwochenende statt.