Im Zentrum von Spittal/Drau findet der
Kulturinteressierte eines der schönsten und bedeutendsten
Renaissance-Bauten Österreichs. Dieses historische
Baudenkmal des 16. Jahrhunderts, führt uns in eine Zeit
zurück, als der Markt Spittal und sein Schloss noch vielen
Herrschaftsgeschlechtern als Residenz diente.
Der Finanzminister von Kaiser Ferdinand I,
Gabriel von Salamanca, erwarb damals die gesamte Grafschaft
Ortenburg mit seinen dazugehörigen Besitzungen und gab den
Auftrag zum Bau dieser gelungenen Kombination aus städtischem
Palazzo und imposanter Schlossanalage.
Seinen Namen erhielt das berühmte Schloss
erst später, als die italienische Adelsfamilie Porcia
zwischen 1662 und 1918 hier residierte.
BURG,
SCHLOSS ODER PALAZZO?
Von kunsthistorischer Bedeutung ist im
Besonderen der Innenhof mit seiner grazilen
Säulenarchitektur und seinen dreigeschossigen Arkaden im
Treppenhaus. Aufgrund dieses Typs von Arkadenhof, kann Porcia als
italienischer Palazzo bezeichnet werden. Sein freier
Standort hingegen, ist wiederum ein charakteristisches
Merkmal für ein Schloss.
Letztendlich könnte man aufgrund seiner
monumentalen Türme an der Nordwest- und Südost-Front,
welche auf die notwendige Wehrhaftigkeit hinweisen, auch von
einer Burg sprechen.
Ob Burg, Schloss oder Palazzo - dieses
Baudenkmal ist mit Sicherheit einen Besuch wert.
EIN VIELSEITIGES
KULTURZENTRUM
Unter den Besitzern des Schlosses
befanden sich viele kunstsinnige Mäzene, wodurch es sich schon
früh zu einer Hochburg der schönen Künste
entwickelte. Heute, im Besitz der Stadtgemeinde Spittal, wird
Schloss Porcia als Zentrum für kulturelle
Veranstaltungen verwendet. Ausstellungen, Konzerte, Bälle,
Workshops und viele andere Aktivitäten, machen Schloss Porcia
zu einem Ort pulsierenden Kulturlebens.
Das Museum für Volkskultur ist im
obersten Stockwerk angesiedelt. Gegenstände aus dem Leben der
bäuerlichen und städtischen Bevölkerung der
vergangenen Jahrhunderte werden ausgestellt. Mehr Informationen auf
wandern.com finden Sie hier.