LANG BEWOHNTER
HÜGEL BEI ST. PETER
Im heutigen St. Peter in Holz, westlich von Spittal an der Drau, befand
sich einst die römisch - keltische Stadt Teurnia. Unter
Kaiser Claudius, um ca. 50 n. Chr., wurde die Siedlung vom
Holzerberg mit dem römischen Stadtrecht bedacht. Ab diesem
Zeitpunkt zählte das Munizipum Teurnia zu den wichtigsten
altrömischen Städten in der Provinz Norikum.
Der Holzer Berg war jedoch schon viel früher besiedelt.
So weisen Gräber aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. auf eine
Besiedelung zur Hallstattzeit hin und auch die
Kelten, das zeigen keltische Kleinfunde wie Keramik und
Münzen, siedelten hier vom 3. bis ins 1. Jahrhundert v.
Chr..
AUSGRABUNGEN IN
LANDSCHAFTLICH EINDRUCKSVOLLER KULISSE
Im Bereich der ehemaligen Stadt Teurnia, gibt es zahlreiche
Objekte der Spätantike, genauer gesagt des Zeitalters
des frühen Christentums und der Völkerwanderung, welche
landschaftlich harmonisch in seine Umgebung eingebettet sind, zu
besichtigen.
Die frühchristliche Bischofskirche, welche um 400 n.
Chr. erbaut wurde, weist mehr als jeder andere Bau in dieser
Region, starke Einflüsse byzantinischer Baukunst auf.
Etwa zur selben Zeit wurde eine
Friedhofskirche außerhalb der Stadtmauern erbaut.
Berühmt wurde dieser anspruchsvolle antike Sakralbau durch
seinen Mosaikboden, welcher anhand von
Tiergleichnissen Aussagen des christlichen Glaubens
vermittelt.
Des weiteren eröffnet sich dem Besucher auch die
Möglichkeit, eine spätrömische Stadtvilla aus
dem 1. Jahrhundert nach Chr. zu besichtigen.
NEU ADAPTIERTES
RÖMERMUSEUM
Das gesellschaftliche und künstlerische Leben im alten
Teurnia wird uns im Römermuseum näher gebracht.
Inschriften, Reliefs, Münzen und dergleichen zeigen von
seiner großen Vergangenheit. Im Mittelpunkt dieser Sammlung
steht der Mensch, was ersichtlich wird, wenn man die thematische
Gliederung des Museums nach kulturhistorischen
Gesichtspunkten betrachtet.